Aachen: „Tajik Rallye“: Mit dem VW geht es bis nach Tadschikistan

Aachen: „Tajik Rallye“: Mit dem VW geht es bis nach Tadschikistan

Straßen, Schotter, Steppe, Gebirge. All das und vieles mehr erwarten Anna Pickel, Moritz Scholjegerdes und Martin Theis auf ihrer 10.000 Kilometer langen Autofahrt nach Tadschikistan. Die drei Studenten aus Aachen sind eins von 33 Rallye-Teams, die am 3. September bei der „Tajik Rallye“ für den guten Zweck an den Start gehen.

Die Abenteuerrallye, die in eines der ärmsten Länder der Welt führt, wurde von dem sozialen Unternehmen „The Adventure Manufactory“ 2011 ins Leben gerufen. Martin Theis erläuterte den Ablauf: „Man braucht ein Team von mindestens zwei Personen und einen ganz normalen Pkw. Dank unseres Sponsors, ein luxemburgischer VW-Importeur, haben wir einen geräumigen VW Passat bekommen. SUVs sind nicht erlaubt. Jedes Team muss im Voraus mindestens 750 Euro Spenden für die ‚Caritas International‘ sammeln. Dann kann es fast schon losgehen. Das Auto wird am Ziel in Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, versteigert.“

Theis, Pickel und Scholjegerdes planten seit Jahresbeginn ihre Reise. Doch wie genau bereitet man sich auf eine Abenteuerrallye mit Zelt und Gaskocher im Gepäck vor, wenn man durch Länder wie die Türkei oder Russland fährt? „Die medizinische Vorbereitung mit allerhand Impfungen stand zuerst an“, erklärte Pickel, „danach mussten wir uns die Visa für Russland und Tadschikistan kümmern. Wir haben uns auch mit der politischen Lage in einigen Ländern auseinandergesetzt, als wir unsere Route geplant haben.“ Da sie aber an keine feststehende Route gebunden seien, könnten sie jederzeit Alternativen suchen.

„Die größten Herausforderungen werden sicher die Grenzkontrollen werden. Ich spreche zwar ein bisschen Russisch, aber das reicht nur, um ‚Guten Tag‘ zu sagen und nach dem nächsten Bahnhof zu fragen“, lachte Pickel. Trotzdem freuen sich die drei auf die Tour und sind optimistisch. „Es wird schon irgendwie schiefgehen“, sagte Theis. „Ein Ziel der Reise ist es, Menschen, Länder und andere Kulturen kennenzulernen. Mit Händen und Füßen kann man sich letztlich überall verständigen.“

„Laserkatze #2“ heißt das Team der drei Aachener. Gemeinsam mit Theis‘ Cousin aus Trier, der das Team „Laserkatze #1“ ins Leben gerufen hat, starten sie am Sonntag, 3. September, um 12 Uhr von Hohenthann in der Nähe von München aus. Ungefähr zwei Wochen später werden Theis, Pickel und Scholjegerdes mit dem Flugzeug wieder in Deutschland ankommen. „Wollen wir hoffen, dass das Auto hält, die 40 Liter Benzinkanister für zwischendurch reichen und wir mit spannenden Geschichten im Gepäck zurückkommen“, lachte Theis. „Wer uns während der Fahrt begleiten möchte, der kann das auf www.laserkatze.wordpress.com machen. In dem Blog werden wir so oft es möglich ist, von unseren Erlebnissen berichten.“