Aachen: Tagespflegehaus: Als engagierte Pflege-Profis stets zu Stelle

Aachen: Tagespflegehaus: Als engagierte Pflege-Profis stets zu Stelle

Wer einen demenzkranken oder pflegebedürftigen Angehörigen betreut, braucht dafür Zeit. Und wer dann noch nebenbei mit möglichst wenig Einschränkungen seinem Beruf nachgehen möchte, ist zur Entlastung auf professionelle Pflegedienste angewiesen.

Die „Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen“, kurz Fauna, hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese Entlastung zu ermöglichen. Nun feierte das Tagespflegehaus des gemeinnützigen Vereins in der Stolberger Straße jüngst 30-jähriges Jubiläum.

Ein guter Grund also, die Bierbänke aufzustellen und den Grill anzuschmeißen, Kuchen zu genießen und gesellig zusammenzusitzen. Die Angehörigen der Senioren waren eingeladen, und für die musikalische Untermalung sorgte ein Gitarrist. Und nicht zuletzt die Mitarbeiterinnen des Hauses trugen zum Tagesprogramm bei, sie warfen sich in Schale und boten eine bunte Modeschau dar.

1986 wurde das Tagespflegehaus der Fauna als erste Einrichtung dieser Art in Aachen eröffnet. Es bietet Platz für bis zu zwölf pflegebedürftige und demenzkranke Senioren und ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Insgesamt werden derzeit 22 Personen verteilt auf die Wochentage von acht Mitarbeiterinnen betreut. Finanziert wird diese Leistung von der Pflegeversicherung.

„Unser Ziel ist es, trotz fortgeschrittener Demenz den Senioren zu ermöglichen, zu Hause zu leben“, erklärte Jörg Limbrock, Geschäftsführer der Fauna. Und so kommen die Betreuten morgens um 9 in das Tagespflegehaus und begeben sich ab 16 Uhr wieder nach Hause. Für diejenigen, die nicht selbst in der Lage sind, zum Haus zu gelangen, gibt es einen Hol- und Bringdienst.

Ein Teil der Senioren lebt alleine und nimmt zusätzlich eine ambulante Pflege in Anspruch. Der andere Teil lebt bei Angehörigen und wird von diesen betreut. Gerade für diese Verwandten ist es eine enorme Entlastung, wenn sie wissen, dass ihre Eltern oder Großeltern tagsüber in besten Händen sind. Die Mitarbeiterinnen des Tagespflegehauses sind erfahrene Krankenschwestern und Altenpflegerinnen, die über das nötige Fachwissen in den Bereichen Gerontopsychatrie und Demenz verfügen.

Im Haus werden die Senioren mit Frühstück, Mittagessen, einem Nachmittagskaffee und ausreichend Flüssigkeit versorgt. Neben medizinischer Hilfe, zum Beispiel bei der Medikamenteneinnahme, werden mit den betreuten Personen verschiedene soziale Aktivitäten unternommen, um ihnen eine klare Tagesstruktur zu geben. Man sitzt zusammen und singt, spielt, macht Gymnastik oder Ausflüge und Ähnliches. Und es wirkt: „Die Demenzkranken finden sich aufgrund der überschaubaren Größe zurecht und erkennen die Mitarbeiter wieder“, so Limbrock.