Tag der Integration am Wochenende mit reichhaltigem Programm

Reichhaltiges Programm vorgestellt : Der Tag der Integration „ist immer eine kleine Reise durch die Welt“

Die verflixte 13 soll Glück bringen: Zum 13. Mal findet am Samstag, 31. August und am Sonntag, 1. September das Wochenende der Integration im Eurogress statt, und die Organisatoren sind voller Vorfreude.

Kein Wunder, hat sich die Veranstaltung doch von ihren kleinen Anfängen hin zu einer derart großen Zusammenkunft entwickelt, dass seit einigen Jahren das Eurogress regelmäßig proppenvoll ist.

„Am Anfang sind wir noch durch die Schulen getingelt und haben fürs Mitmachen geworben“, erinnert sich Rolf Frankenberger, Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration an die Ursprünge der Idee von Bistum und Stadt. Man suchte damals nach einer Möglichkeit, das Thema Integration und Miteinander in die Stadt und zu den Menschen zu bringen. Das war die Geburtsstunde des Tages der Integration, der mittlerweile zu einem ganzen Wochenende mutiert ist.

Der eigentliche „Feiertag“ ist auch heute noch der Sonntag, doch vorgeschaltet ist am Samstag die Integrationskonferenz von Stadt und Städteregion, bei der Fachleute aus ganz Deutschland über die prägenden gesellschaftlichen Themen wie Zuwanderung, Akzeptanz oder interkulturelle Öffnung sprechen werden. Unter dem Titel „Im Puls der Gesellschaft 2.0“ werden Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Tim Grüttemeier um 11 Uhr das Wochenende eröffnen. Im Rahmen der Vorträge wird am Nachmittag der Förderpreis „Integration durch Sport“ der Stadt Aachen vergeben.

Am Sonntag ab 11.25 Uhr geht es dann im Eurogress los. Wer einen Blick auf das Programm wirft, kann erahnen, wie groß der Wunsch der Menschen mit Behinderung oder mit Migrationshintergrund sein muss, sich und die verschiedenen Kulturen vorzustellen. Alle Säle des Hauses sind geöffnet, überall passiert etwas. Im Europasaal beispielsweise werden verschiedene Tänze von Gruppen aus der ganzen Welt vorgetragen, sportliche Darbietungen wechseln sich mit folkloristischen ab. Im Brüsselsaal führen Schüler verschiedener Schulen Tanz- und Zirkusspektakel vor, Jugendliche mit Migrationshintergrund lesen ihre persönliche Geschichten vor, es wird gezaubert und musiziert, ebenso wie im Obergeschoss im Raum K1/2. Die Konferenzräume im Obergeschoss halten einige Ausstellungen zu verschiedenen Themen bereit, „Wie geht Deutschland?“ oder „Flucht und Migration“. Aber auch die 70-jährige Geschichte des deutschen Grundgesetzes wird beleuchtet, und über allem schwebt außerdem der Dialog der Religionen. Natürlich werden auch internationale Leckereien zum Verzehr angeboten, die Tische dürften reichlich gedeckt sein.

„Der Tag ist uns ein wichtiges Anliegen“, unterstreicht Holger Brantin, Vorsitzender des Aachener Katholikenrates, noch einmal die Bedeutung der Veranstaltung. „Dieser Tag ist immer eine kleine Reise durch die Welt, etwas Ähnliches gibt es ansonsten in der ganzen Region nicht. Wir möchten ein Ereignis für alle bieten, deshalb ist die Palette der Darbietungen auch so bunt“, hält er Aachen und den Eurogress für den richtigen Ort der Durchführung. Fattaneh Afkhami von der Städteregion fügt an: „An der Tatsache, dass die wichtigsten regionalen Politiker das Fest eröffnen, erkennt man die politische Bedeutung des Ganzen.“ Zum Abschluss wird es in diesem Jahr allerdings keine Saalwette geben, sondern eine Mitsing-Aktion. Alle, die sich auf die Bühne wagen, nehmen dann am Gewinnspiel teil und stimmen ein in die Aachener Nationalhymne: „Vür sönt allemoele Öcher Jonge“.

tagderintegration-aachen.de

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