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Dementer Mittfünfziger: Suchhund spürt Vermissten in Walheim auf

Dementer Mittfünfziger : Suchhund spürt Vermissten in Walheim auf

Ein dementer Mann aus Aachen-Kornelimünster ist am Samstagabend als vermisst gemeldet worden. Schließlich gelingt es einem Suchhund mitten in der Nacht, die Fährte aufzunehmen.

Eine Familie in Kornelimünster hat am Samstag bis zum frühen Sonntagmorgen um ein Familienmitglied gebangt. Nach über neun Stunden konnten sie den dementen Mittfünfziger mitten in der Nacht wieder in ihre Arme schließen. Ein Suchhund der Polizei hatte ihn in Walheim aufgespürt.

Um 16.30 war der Mann zu einem Spaziergang aufgebrochen. Das berichteten die Angehörigen der Polizei, die sie um 20.30 Uhr informierten, als der Mann immer noch nicht wieder zu Hause eingetroffen war. Zur Verstärkung wurde ein Hubschrauber und ein Suchhund angefordert.

Der Hubschrauber startete um kurz vor 23 Uhr in Düsseldorf und war eine Viertel Stunde später vor Ort. Eine Stunde lang kreiste er über Kornelimünster. Die Nachricht, dass irgendetwas passiert sein musste, verteilten die weithin hörbaren Rotorengeräusche in dieser lauen Sommernacht in Aachens Süden. Doch die Suche aus der Luft blieb ohne Erfolg. Kurz nach Mitternacht beendete der Hubschrauber nach Angaben der Polizei die Suche.

Der Hundeführer war zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Weg aus Grevenbroich nach Aachen. Kurz vor 1 Uhr traf er ein und konnte schnell die Fährte des Vermissten aufnehmen. Keine Stunde später fand der Hund den Mann auf offener Straße mitten in Walheim an der Ecke der Schleidener Straße zur Hahner Straße. „Wir sind froh, dass wir ihn wohlbehalten angetroffen habe“, hieß es in der Leitstelle der Aachener Polizei am Sonntagmorgen. Um zwei Uhr in der Nacht übergab die Polizei den Mann den erleichterten Angehörigen.

(cs)