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Kritik an RWTH-Rektorat: Studierende kündigen Demo gegen abgesagte Ersti-Rallye an

Kritik an RWTH-Rektorat : Studierende kündigen Demo gegen abgesagte Ersti-Rallye an

Die kurzfristig abgesagte Ersti-Rallye erhitzt noch immer die Gemüter. Jetzt rufen Studierende zu einer Demonstration auf. Und kritisieren das Rektorat deutlich.

Kurz vor Beginn der Erstsemesterwoche an der RWTH Aachen wird der Ton zwischen Studierendenschaft und Rektorat schärfer. Mit deutlichen Worten kritisiert eine Gruppe Studierender in einer Pressemitteilung die kurzfristige Absage der Ersti-Rallye.

Die Hochschulleitung hatte den beliebten Programmpunkt Ende September abgesagt – nur wenige Wochen, bevor an diesem Donnerstag, 6. Oktober, rund 10.000 junge Menschen kreuz und quer durch Aachen an vielen Stationen Spiele und Mutproben absolvieren sollten. Eine Entscheidung, für die das Rektorat von den namentlich nicht erwähnten Studierenden als „betriebsblind“ tituliert wird.

Kreuz und quer durch die Stadt wollen die Studierenden an diesem Donnerstag dennoch: Mit einer Demonstration wollen sie ihrem Unmut Ausdruck verleihen. „Monatelange ehrenamtliche Arbeit von studentischer Seite des ESA-Teams wird mit dieser überraschenden und fadenscheinigen Absage mit Füßen getreten“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Protestzug soll demnach um 10 Uhr an der Intzestraße starten. Laut vorläufiger Route geht es von dort aus über Claßenstraße, Pontwall, Pontstraße, Markt, Münsterplatz, Johannes-Paul-II.-Straße, Judengasse, Annuntiatenbach, Beginenstraße zum RWTH-Hauptgebäude am Templergraben. Dort soll um 12 Uhr eine Kundgebung abgehalten werden. Erwartet werden rund 1000 Teilnehmer.

Derweil hat sich der Asta, der Allgemeine Studierendenausschuss der RWTH Aachen, mit einem offenen Brief an das Rektorat gewandt. „Wir sind zutiefst enttäuscht darüber, dass es in diesem Jahr nun nicht mehr möglich sein wird, eine Rallye stattfinden zu lassen“, heißt es darin. Die Studierendenvertreter appellieren zudem an den RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger und die Hochschulleitung, „die gegenwärtige Haltung zu überdenken und darüber hinaus im kommenden Jahr die Erstsemesterzeit wieder gemeinsam zu gestalten.“

Der Brief wurde vom Asta, mehreren Fachschaften und vielen Listen des Studierendenparlaments unterzeichnet. Alle Hochschulangehörigen seien eingeladen, den Brief mitzuunterzeichnen. Am zurückliegenden Freitag, 30. November, hatten davon ein paar hundert Menschen Gebrauch gemacht. Am Sonntagabend zählte der Brief bereits 1610 Unterstützer.

(akas)