Studenten von RWTH und FH Aachen zeigen spektakuläre Sportshow

Spektakuläre Auftritte auf dem Aachener Königshügel : Viel Platz für Bewegung, nicht für Vorurteile bei der Hochschulsportshow

Da haben es die Sportlerinnen und Sportler der RWTH und der FH Aachen wieder einmal ordentlich krachen lassen und einmal mehr gezeigt, dass der Name „Hochschulsportshow“ nicht von ungefähr kommt. Denn das, was die Studenten da in der Halle auf dem Königshügel geboten haben, hatte tatsächlich Showcharakter.

Vom Kampfsport über Tanz in allen Variationen bis hin zum Tischtennis war vieles dabei, was das sportliche Angebot an den Hochschulen ausmacht. Besonders bemerkenswert: Studenten des Maschinenbaus zeigten sich als Cheerleader und warfen dabei alle Vorurteile über den Haufen, die mit Bezug auf ihren Fachbereich so grassieren mögen. Und als sie dann auch noch ihre Hemden aufknöpften und nackte Muskeln spielen ließen, da tobte das Publikum.

Überhaupt war die Stimmung in der Halle richtig gut, auch die FH-Bigband „Full House“ trug sicher ihren Teil dazu bei. Die Moderatoren Sophia Schmitz und Sebastian Sonntag führten locker durchs Programm, und gleich zu Beginn zeigten die teilnehmenden Akteure bei einer ersten Tanzeinlage, was sie so drauf haben. Richtig spektakulär wurde es gleich darauf, als drei Artisten vorführten, was man mit einem „Cyr wheel“ so alles bewerkstelligen kann. Ein „Cyr wheel“ ist ein großer Reifen, der ähnlich wie ein Rhönrad bestiegen und dann extrem dynamisch bewegt werden kann. Das was schon eine sensationelle Leistung, die die Akrobaten da zeigten. Und die Lichteffekte machten die Sache dann noch so richtig rund.

„Überhaupt kann sich das Programm der Hochschulsportshow sehen lassen“, sagt Peter Lynen, Leiter des Hochschulsportzentrums. Er ist ganz offensichtlich sehr stolz auf das, was seine Studenten alljährlich auf die Beine stellen. „Ohne ehrenamtlichen Einsatz wäre das alles gar nicht machbar“, betont er. Umso mehr freut es alle Beteiligten, dass die Sponsoren Stawag und Sparkasse als Ansporn alljährlich Preise vergeben. Der Ehrenamtspreis der Sparkasse ging dabei diesmal an Mark Rene Verjans für sein außerordentliches Engagement in der Tennisabteilung. Und über den Spitzensportpreis der Stawag kann sich Rahel Krause freuen, die als Judoka extrem erfolgreich war.

109 Ehrungen

Darüber hinaus wurden insgesamt 109 Sportler für ihre besonderen Leistungen in acht Sportarten geehrt. Schon hier zeigt sich laut Lynen, welchen Stellenwert beide Hochschulen dem Sport geben. „Wir sind eine exzellente Uni und haben exzellente Sportler“, betonte dann auch Prof. Doris Klee, Prorektorin der RWTH. Und Prof. Josef Rosenkranz, Prorektor der FH Aachen, hält den Sport für extrem wichtig, weil er den Studenten durch die entstehenden sozialen Kontakte das Einleben in ihre Unistadt erleichtere. In Jülich sei entsprechend ein Sportzentrum geplant, sagte er. Dass es auch in Aachen inzwischen arg eng geworden ist, wissen die Verantwortlichen längst. „Und eine Besserung ist in Sicht“, sagte Klee und verwies auf den geplanten Neubau der Halle Königshügel.

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