Aachen: Strahlenschutz zieht Fachkräfte an

Aachen: Strahlenschutz zieht Fachkräfte an

Über 70.000 Männer und Frauen haben bundesweit 2009 eine Weiterbildungsprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt - zehn Prozent mehr als noch 2008. Das ist gleichzeitig der höchste Stand seit über zehn Jahren.

Mehr als zwei Drittel der Absolventen bestehen die Prüfungen, zum Beispiel als Fach- oder Betriebswirtin, als Fachkaufleute, Industrie- oder Fachmeisterinnen. Die überwiegende Mehrheit der Absolventen steigt im Beruf auf oder erweitert den Verantwortungsbereich.

Daran zeige sich außerdem, „dass die berufliche Weiterbildung eine leistungsfähige Alternative zum Studium ist”, so Sabine Beckmann, Weiterbildungsberaterin bei der IHK Aachen

Während die Nachfrage an Hochschulen für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) niedrig ist, wächst der Anteil der gewerblich-technischen Prüfungen wieder - auf 25 Prozent. In der Region Aachen sind seit Jahren die Abschlüsse im kaufmännischen Fortbildungsbereich rückläufig.

Dagegen steigt die Zahl der Absolventen im gewerblichen Fortbildungsbereich bei den „Geprüften Industriemeistern” der Fachrichtungen Elektro und Metall seit 2005 stetig. Die Zahlen der Prüfungsteilnehmer „Strahlenschutzfachkraft” haben sich 2003 gegenüber den Vorjahren verdoppelt und halten sich seitdem auf diesem hohen Niveau. Als „Fachkraft für Dekontamination/Radioaktive Stoffe” haben sich 2009 gleich drei Mal so viele Teilnehmer prüfen lassen, gemessen an den Vorjahren.

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