Aachen: Stink-Alarm im Parkhaus: Buttersäurekanister ausgekippt

Aachen: Stink-Alarm im Parkhaus: Buttersäurekanister ausgekippt

Ätzender Gestank im Aachener Parkhaus Adalbertsteinweg hat am Mittwochmorgen Feuerwehr und Polizei auf den Plan gerufen. In der Zufahrt von der Friedrichtraße aus hatten Unbekannte einen Kanister mit stinkender Buttersäure ausgekippt - und zwar angeblich nicht zum ersten Mal.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 7.30 Uhr alarmiert, Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt rückten an. Die Zufahrt wurde abgeriegelt. Da zunächst nicht klar war, woraus die übelriechende Flüssigkeit bestand, wurde der Vorfall vorsorglich als Umweltdelikt eingestuft. Der Fachberater Chemie der Freiwilligen Feuerwehr Aachen, ein Experte der RWTH, nahm die Pfützen in Augenschein.

Die Zufahrt Friedrichstraße zum Parkhaus Adalbertsteinweg wurde von den Einsatzkräften gesperrt. Fotos: Ralf Roeger

Mit Ölbindemittel wurde die stinkende Brühe abgestreut und anschließend aufgenommen. Die Einsatzkräfte fanden auch den 20-Liter-Säurekanister, in dem noch Reste der Flüssigkeit schwappten. Sein Inhalt soll jetzt analysiert werden. Nach Einschätzung des Einsatzleiters der Feuerwehr, Nils Lapp, handelte es sich um eine Mischung aus Buttersäure, einem Mineralölprodukt und eventuell weiteren Bestandteilen.

Die Zufahrt Friedrichstraße zum Parkhaus Adalbertsteinweg wurde von den Einsatzkräften gesperrt. Fotos: Ralf Roeger

Nach Angaben von Anwohnern soll es nicht das erste Mal gewesen sein, dass im Parkhaus stinkende Säure verspritzt worden ist. Die Aachener Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. In deren Zug sollen auch Videoaufnahmen der Überwachungskameras im Parkhaus ausgewertet werden.

Die Zufahrt Friedrichstraße zum Parkhaus Adalbertsteinweg wurde von den Einsatzkräften gesperrt. Fotos: Ralf Roeger

Die Feuerwehr rückte gegen kurz vor 11 Uhr ab - ein Rest von Buttersäurearoma blieb noch in der Luft.

Die Zufahrt Friedrichstraße zum Parkhaus Adalbertsteinweg wurde von den Einsatzkräften gesperrt. Fotos: Ralf Roeger
(heck)
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