Aachen: Stimmgewaltige Hilfe für Kinder in Not

Aachen : Stimmgewaltige Hilfe für Kinder in Not

Sie haben sich in die Herzen der Öcher gesungen. Und sie haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Ein Erfolgsmodell, das überall für Begeisterung sorgt — bei den Akteuren selbst und beim Publikum, das die Auftritte der Nachwuchssängerinnen und -sänger mit viel Applaus bedenkt. Es geht um die „Kenger vajjen Be- verau“, die vor drei Jahren das närrische Erbe der „Jonge vajjen Beverau“ angetreten haben.

In der abgelaufenen Session haben die Domsingschüler der Klassen drei und vier stolze 3200 Euro an Spenden für den Verein „Nele und Hanns Bittmann — Hilfsfonds für Kinder in Not“ eingebracht: mit Auftritten unter anderem bei der närrischen Ratssitzung, bei der Börjerwehr, bei der Vorstellung der neuen Ordensritterin oder am Fettdonnerstag. Seit Gründung der „Kenger“ sind damit schon über 10.000 Euro für Kinder in Not zusammengekommen.

Als die „Jonge vajjen Beverau“ seinerzeit ankündigten, sich aus dem aktiven Bühnenleben zurückzuziehen, stand die Frage im Raum, wie das Öcher Liedgut weiter gepflegt werden kann. Meinolf Bauschulte, Schatzmeister des Vereins Nele und Hanns Bittmann, dachte darüber nach, wie die Lücke, die durch die närrische Abdankung der „Jonge“ entstanden war, geschlossen werden konnte. Und er kam auf die Domsingschulkinder. „Die habe ich beim Auftritt während der AKV-Ordenssitzung gesehen, dabei haben die mich sofort überzeugt.“

Kurze Zeit später setzte er sich mit Schulleiterin Irma Wüller ins Benehmen und stieß auf offene Türen. Seitdem wird die Erfolgsgeschichte weiter geschrieben. Auch dank der Unterstützung der Schulleitung und vieler Eltern, die die Auftritte der „Kenger“ erst möglich machen. Auf Seiten des Vereins kümmern sich Heinz-Ludwig Klöser und Norbert Strauch um die Gastspiele.

Sie sind Ansprechpartner für die Vereine und Verbände, die die „Kenger“ engagieren wollen. Was an Spenden hereinkommt, liegt im Ermessen der Veranstalter, aber die Bereitschaft, die gute Sache zu unterstützen, ist sehr groß, versichert Klöser. Bereits jetzt liegen Anfragen für die kommende Session vor.

(red)