Aachen: Stiftung „Frieden lernen - Frieden schaffen” stellt Arbeit vor

Aachen: Stiftung „Frieden lernen - Frieden schaffen” stellt Arbeit vor

Als Kind musste sie im Saarland mit ansehen, wie Nationalsozialisten französische Nachbardörfer in Brand setzten, musste wenig später in Bombenkellern um ihr Leben bangen.

„Das ist der Grund, warum ich mich heute aktiv für Friedensarbeit einsetze”, sagt Marianne Levacher.

Vor sieben Jahren hat sie in Aachen die Stiftung „Frieden lernen - Frieden schaffen” gegründet.

Am UN-Weltfriedenstag stellte die Initiative ihre Arbeit rund 60 Zuschauern im „Gelben Salon” der gesellschaftlich engagierten Firma Deubner vor.

Die Stiftungsvorsitz hat seit diesem Jahr Heinz Liedgens aus dem hiesigen Caritasverband inne. „Haben Sie schon einmal jemanden für Krieg sammeln gesehen?”, fragte er rhetorisch. „Aber für den Frieden ist es selbstverständlich, zu betteln.”

Da will, da kann die Stiftung helfen, wie die vorgestellten Projekte zeigten, die bereits unterstützt wurden. So förderte man beispielsweise ein Streitschlichter-Programm an der Waldschule in Eschweiler, ein Integrationsprojekt für russische Spätaussiedler in Nörvenich und ist stets beim Aachener Friedenslauf engagiert.

Der Schwerpunkt des Engagements liegt auf Kinder- und Jugendarbeit. Enge Kooperationspartner der Stiftung sind Pax Christi und das Forum Ziviler Friedensdienst. Das Ziel, möglichst breit in die Gesellschaft hineinzuwirken, unterstützen Schirmherren wie der Bremer Friedensforscher Professor Dieter Senghaas.

Auch der Saxofonist Heribert Leuchter und die Kinderbuchautorin Sigrid Zeevaert gehören dazu. Mit Musik und Lesung sorgten beide für Kulturgenuss beim rund zweistündigen Friedenstag-Abend, den Joachim Zinsen, Politikredakteur unserer Zeitung, moderierte.

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