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Jahreshauptversammlung: Stefanie Peters einstimmig zur neuen ALRV-Präsidentin gewählt

Jahreshauptversammlung : Stefanie Peters einstimmig zur neuen ALRV-Präsidentin gewählt

Ihren ersten CHIO-Besuch? Hat sie gar nicht miterlebt, denn da war Stefanie Peters noch im Bauch der Mutter. Heute, etwas mehr als 47 Jahre später, wurde die Unternehmerin zur ersten Präsidentin des traditionsreichen Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) gewählt.

Das Votum fiel eintimmig aus. Gegenstimmen gab es von den 144 anwesenden Mitgliedern, die zur Generalversammlung erschienen waren, nicht.

Die Wahl zur ersten Präsidentin in 122 Jahren ALRV-Geschichte nahm Stefanie Peters mit großer Freude an. Klar, so sagte sie, habe sie Respekt vor der Aufgabe, aber „wir stellen uns den vielen Aufgaben der Zukunft ja als Team, von daher freue ich mich sehr darauf.“

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Stefanie Peters ehrenamtlich beim CHIO Aachen. Unter anderem war sie bereits Disziplinen-Managerin Dressur, seit 2008 ist sie Mitglied des Aufsichtsrats. Beruflich ist sie als geschäftsführende Gesellschafterin der Neumann & Esser Group tätig.

Stefanie Peters großer Dank galt ihrem Vorgänger im Amt, Carl Meulenbergh. Dieser sei stets zuverlässig, verbindlich und geradlinig gewesen, eben ein Problemlöser und Pragmatiker. Das honorierten auch die Mitglieder: Sie wählten Carl Meulenbergh zum Ehrenpräsidenten. Mit viel Applaus wurde auch Wolfgang Mainz bedacht – 17 Jahre lang gehörte er dem Aufsichtsrat an, nun schied er auf eigenen Wunsch aus. Stefanie Peters stellte sich mit einem Team zur Wahl, dem Aufsichtsrat gehören nun neben ihr an: Baron Wolf von Buchholtz (Vizepräsident), Peter Weinberg, Wolfgang „Tim“ Hammer, Dr. Thomas Förl und Jürgen Petershagen.

Für Carl Meulenbergh selber war’s durchaus kein leichter Abschied. Schließlich würde ja keine Last von ihm abfallen, sondern: „Ich habe den Job immer gerne und mit viel Leidenschaft gemacht“, sagte Carl Meulenbergh. Aus der notwendigen Absage des CHIO 2020 habe man das Beste gemacht: Mit dem „CHIO Aachen digital“ wurde ein gänzlich neues Format aus der Taufe gehoben, außerdem habe man mit dem „CHIO Aachen Campus“ ein zukunftsweisendes Projekt vorgestellt. „All' das zeigt, wie vital der CHIO auch in Corona-Zeiten ist und wie stark die Marke CHIO Aachen ist“, so Carl Meulenbergh.

Am Ende gab’s dann noch etwas fürs Gemüt: Zum vom Blechbläser Ensemble des Sinfonieorchesters Aachen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christopher Ward live gespielten „Muss I denn…“ wurde Ex- und jetzt Ehrenpräsident Carl Meulenbergh von einer Kutsche aus dem Stadion gefahren, kollektives Winke-Winke mit den in Aachen obligatorischen weißen Taschentüchern inklusive.

(red)