Aachen: Stawag Music Award: In Colors spielen beim Wettbewerb auf Sieg

Aachen: Stawag Music Award: In Colors spielen beim Wettbewerb auf Sieg

Bunt, modern und innovativ. So beschreibt sich In Colors, eine weitere der sechs Finalisten-Bands des 13. Stawag Music Award. Zu In Colors gehören Dario Huppertz, der Schlagzeuger, Gerrit Quade am Mikrofon, Jamin Oh, die Bassistin sowie Pascal Brüll und Markus Vermeulen an den Gitarren.

Ihre Musik ist jung, dynamisch und vielfältig. Sie selbst sagen, dass sie Farbe in die Metall-Welt bringen wollen. Daher kommt auch ihr Name. „Er beschreibt einfach unsere Musikrichtung. Es sind viele verschiedene Genres, die wir vereinen. Wir wollen nicht Mainstream sein, sondern facettenreich, anders und etwas ganz Neues schaffen“, erklärt Markus.

Vor vier Jahren gestartet

Ihre Geschichte begann vor fast vier Jahren. 2012 starteten Markus und Gerrit das Projekt. Die beiden komponierten und schrieben erste Songs. Durch Zufall kam zwei Jahre später Dario hinzu. Er kannte Markus zwar von einer früheren Band, bei der Markus eine Zeit lang Aushilfs-Bassist war und gelegentlich als Zweitbesetzung einsprang, konkrete Pläne für eine Zusammenarbeit hatten die beiden allerdings nicht.

Auf einer Fahrt nach Frankfurt änderte sich das. Markus spielte ihm dort einen neuen Song vor und er war auf Anhieb begeistert: „Ich habe schon lange nach einer Band gesucht, die mir wirklich gefällt. Als ich das Stück gehört hatte, war mir klar, das würde passen“, erzählt er.

Jamin und Pascal kamen ganz klassisch über einen Aushang hinzu und vervollständigten damit die Band. Einfach waren ihre Anfänge zu fünft allerdings nicht. „Es war eine Herausforderung, die Lieder so zu spielen, wir die Jungs es geschrieben haben. Die Noten sind sehr schnell, und es gibt ungewöhnliche Taktwechsel, die es technisch sehr anspruchsvoll machen. Die Songs sind auskomponiert, es wird hier auf jedes Detail geachtet“, berichtet Gitarrist Pascal.

Ihre Musik ist eine Mischung aus moderner Pop-Musik und Progressive Metal. Sie selbst nennen ihre Musikrichtung daher „Propmetal“. „Die Komplexität des Metals bleibt erhalten. Aber wir wollten das rausfiltern, was den meisten Leuten am Metal nicht gefällt. Das sind zum Beispiel die ganzen Schreipassagen, die bei uns nicht vorkommen“, erklärt Jamin.

Gerrit ergänzt: „Wir wollten kein typisches Dark-Metal-Image, so sind wir auch nicht. Wir füllen eher eine kleine Nische, aber das ist gar nicht so einfach. Den einen ist es zu soft und den anderen zu hart.“ Die Zuschauer in Aachen können am 18. September mitentscheiden, ob In Colors ihren Geschmack trifft. Ihre Songs sind ausschließlich auf Englisch und erzählen eine Liebesgeschichte, die sich von Lied zu Lied vollzieht.

Eine gewisse Fan-Base ist ihnen bereits jetzt sicher, denn sie können auf zahlreiche Konzerte und ein eigenes Album („ The Unchained“), das auch bei iTunes und Spotify verfügbar ist, zurückblicken. In vielen Reviews verschiedener Musik-Zeitschriften und Blogs erhielten sie nur positives Feedback auf ihr Album.

Außerdem konnten sie im vergangenen Jahr den Niucon-Bandkontest in Belgien gewinnen, obwohl sie lange gar nicht an Wettbewerben teilnehmen wollten. „Es ist unglaublich schwierig, etwas Kreatives zu bewerten. Und es gibt bestimmt einige, die mit unserer Musik nichts anfangen können. Wir wollen aber kein wettbewerbsfähige Musik machen, sondern unsere eigene“, erklärt Dario die anfängliche Zurückhaltung.

Der Stawag Music Award wird ihr nächster größerer Auftritt. Auf der Bühne mitten auf dem Aachener Markt zu spielen, ist für die Aachener etwas ganz besonderes. Sie wollen aber nicht nur weitere Bühnenerfahrung sammeln, sondern vor allem auch Spaß haben und den Auftritt genießen.

„Daneben interessiert uns natürlich, wie unser Konzept bei einem breiteren Publikum ankommt, das nicht Metal-affin ist,“ sagt Jamin. Ihr Ziel behalten sie dennoch im Auge: „Natürlich wollen wir gewinnen“, stellt Pascal klar. „Und das Studio-Album zu gewinnen, reizt schon sehr“, ergänzt Gerrit.

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