Schulausschuss: Standort für fünfte Gesamtschule weiterhin offen

Schulausschuss : Standort für fünfte Gesamtschule weiterhin offen

Dass Aachen eine fünfte Gesamtschule erhält, steht seit Beginn der Sommerferien fest. Wo diese zu finden sein wird, ist aber weiterhin offen. „Wir sind auf verschiedenen Ebenen am Ball“, teilte Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, am Donnerstagabend dem Schulausschuss mit.

Demzufolge hat die Verwaltung Standortkriterien zusammengetragen und Vergleichsdaten aus Würselen, Köln und Münster — Kommunen, in denen kürzlich neue Gesamtschulen gegründet wurden beziehungsweise deren Gründung vorbereitet wird — hinsichtlich der benötigten Fläche und zu erwartenden Kosten eingeholt. Anfang November werde sich zudem Susanne Schwier als zuständige Dezernentin mit der Schulaufsicht in Köln treffen, um das Thema zu erörtern.

Die Grünen hatten das Thema zur öffentlichen Beratung auf die Tagesordnung setzen lassen und um einen Sachstandbericht gebeten. „Wir dürfen die Standortfrage nicht hinter verschlossenen Türen diskutieren, sondern müssen das in der Öffentlichkeit tun“, bekräftigte Ulla Griepentrog, schulpolitische Sprecherin der Grünen. Bevor die Schulpolitiker aber tatsächlich über einzelne Standorte diskutieren werden — ob öffentlich oder nicht —, dürfte noch etwas Zeit ins Land gehen. „Wir befinden uns sozusagen noch in der embryonalen Phase“, sagte Brötz am Freitag auf Anfrage. Erst diese Woche habe man sich mit allen Fachbereichsleitern zusammensetzen können, um zu erörtern, wo es Grundstücke einer entsprechenden Größenordnung gibt, die die Stadt erwerben könnte.

Neben einem Neubau ist auch die Umnutzung eines vorhandenen Schulgebäudes möglich. Die Schulpolitiker hatten ihren Prüfauftrag an die Verwaltung bewusst offen gehalten. „Bei der Suche nach einem geeigneten und zukunftsfähigen Standort soll insbesondere auf eine gute verkehrliche Anbindung geachtet werden“, heißt es einzig.

Die Gesamtschule ist nicht die einzige Schulform, die Politik und Verwaltung in den Blick nehmen müssen. So wurde für die Gründung der 4. Gesamtschule an der Sandkaulstraße vor wenigen Jahren die David-Hansemann-Realschule geschlossen. Ungewiss ist nun die Zukunft der Alkuinrealschule: 15 Jungen und Mädchen hatten sich laut Verwaltungsvorlage angemeldet, 24 Schüler wurden letztlich zum neuen Schuljahr aufgenommen.

Damit wurde die angestrebte Zweizügigkeit verfehlt. Die Schule selbst empfiehlt sich bekanntermaßen als Aufbaurealschule ab Klasse 7. Die auslaufende Schließung der Hauptschule Burtscheid ist bereits beschlossen. Auch die Situation der Gymnasien wird die Lenkungsgruppe, in der neben der Politik auch die Schulaufsicht und die Verwaltung vertreten sind, in den nächsten Wochen beschäftigen.

Mit 1324 Anmeldungen wollten zum laufenden Schuljahr so viele Jungen und Mädchen aufs Gymnasium wechseln wie noch nie zuvor.

(akas)