Städteregion fordert Ausschreibung von Pflegeeinrichtungen

Bezirksvertretung Eilendorf stimmt zu : Zwei Mal 80 Plätze für Senioren in Eilendorf

Als Mitte der 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Planungen für das Eilendorfer Neubaugebiet Breitbenden begannen, gehörte der Bau einer Pflegeeinrichtung von Senioren zu den Vorgaben. Nachdem aber der Investor, der die entsprechenden Grundstücke zu diesem Zweck gekauft hatte, abgesprungen ist, soll nun Einrichtung zweier vollstationärer Einrichtungen ausgeschrieben werden.

Im Dezember 2015 hatte die Stadt Aachen die Grundstücke an einen Investor verkauft, der auf der 3800 Qudratmeter großen Fläche eine Anlage mit etlichen Einrichtungen bauen sollte, wie etwa ein Tagespflegehaus, Plätze für die Kurzzeitpflege, eine betreute Wohngemeinschaft für ältere Menschen mit und ohne Demenz, ein Projekt des betreuten Wohnens einschließlich einiger Pflegewohnungen oder ein Mehr-Generationen-Haus. Vor einiger Zeit aber teilte der Investor der Stadt mit, dass er zu den genannten Konditionen von dem Erwerb der Grundstücke Abstand nehme, weil der ursprünglich vorgesehene Träger der Einrichtung nicht mehr zur Verfügung stehe.

Da aber gerade für die Stadt Aachen bis zum Jahr 2021 ein Anstieg des Bedarfs auf 200 weitere Pflegeplätze prognostiziert wird, hat der für diesen Bereich zuständige Städteregionstag für die Stadt die Ausschreibung von zwei vollstationären Einrichtungen mit jeweils bis zu 80 Pflegeplätzen beschlossen. Sofern sich ein Träger auf der Suche nach einem entsprechenden Grundstück an die Stadt Aachen wendet, solle diese die besagten Grundstücke an der Brander Straße über einen Verkauf oder die Einräumung eines Erbbaurechts zur Verfügung stellen.

Für die Vergabe entfällt jedoch das vordem hohe Anforderungsprofil. Lediglich bei der Sichtung der Ergebnisse der Ausschreibung sollen die Träger bevorzugt berücksichtigt werden, die beispielsweise eine Tagespflegeeinrichtung mitplanen oder alternative Wohnformen für Senioren anbieten wollen.

Nach kurzer Aussprache stimmte die Bezirksvertretung den Vorstellungen der Verwaltung einstimmig zu, wobei der stellvertretenden Bezirksbürgermeister Rolf Schäfer (SPD) augenzwinkernd meinte, wenn es denn einen Interessenten gebe, solle man schauen, dass man diesmal den Investor festhalte.

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