Aachen: Stadtmeisterschaften: Verlautenheide schafft große Sensation

Aachen: Stadtmeisterschaften: Verlautenheide schafft große Sensation

Spannender hätten die beiden Viertelfinalbegegnungen nicht verlaufen können. Zuerst wirft Eintracht Verlautenheide den haushohen Favoriten, den Mittelrheinligisten Hertha Walheim aus dem Rennen.

Dann kommt es im Lokalderby zwischen dem SV Eilendorf und Arminia Eilendorf nach einem torlosen 0:0 zum Elfmeterschießen. Hier behielt Vorjahressieger SV Eilendorf mit 5:4 die Nase vorne.

Großer Jubel an diesem Abend bei den siegreichen Teams, die nun morgen im Halbfinale aufeinander treffen. Man darf gespannt sein, ob die Eintracht für eine neuerliche Überraschung gut ist.

Im ersten Spiel hatte Walheim bereits nach drei Minuten zweimal die Gelegenheit, früh in Führung zu gehen. Verlautenheides Torwart Ralf Schumacher machte dem Favoriten einen dicken Strich durch die Rechnung. So auch in der 12. Minuten, als er einen scharfen Schuss bravourös abwehren konnte.

Auf der anderen Seite waren erste Konter der Eintracht nicht von Pappe, in der 27. und 31. Spielminute hätte es die Führung sein müssen. Die aber gelang Andreas Küchen erst in der 36. Minute, der Jubel beim Anhang kannte keine Grenzen.

Enttäuschung bei Walheims Coach Mirko Braun, er trauerte den ausgelassenen Chancen seines Teams nach. „So ist halt Fußball”, sagte er und bescheinigte dem Gegner ein geschicktes Spiel. „Für uns ist es halt dumm gelaufen”, so Mirko Braun. Freude bei Verlautenheides Trainer Sascha Bohne: „Super, damit hätten wir nicht gerechnet. Meine Jungs haben ein tolles Spiel geboten, wir haben nicht ganz unverdient gewonnen.” Ein echtes Jubiläumsgeschenk, das der Vereins sich zum Hundertjährigen selbst beschert hat.

Im Lokalderby zwischen dem SV Eilendorf und der Eilendorfer Arminia plätscherte die Partie regelrecht dahin, die Besucher bekamen „Sommerfußball” geboten. Nur die beiden Trainer, Achim Rodtheut (SV) und Andi Avramovic (Arminia) heizten die Spieler so richtig vom Spielfeldrand aus ein. Chancen hatten beide Teams kaum, obwohl sie in den letzten zehn Minuten noch einmal alles nach vorne warfen. Der Schlusspfiff war eine Erlösung.

Ein Elfmeterschießen musste nun die Entscheidung für den Einzug ins Halbfinale bringen. Für den SV trafen erfolgreich Siemons, Gronert, Kleinbrömlage, Kosalla und Pabich. Pechvogel bei der Armina war Arnemann, dessen Schuss der SV-Torwart erfolgreich abwehrte. Niedergeschlagenheit auf der einen, Freude auf der anderen Seite. Für den SV Eilendorf sieht es gut aus, den Titel vom Vorjahr verteidigen zu können. Dazu muss aber erst einmal morgen im Halbfinale die Eintracht bezwungen werden.

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