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Kita-Beiträge: Stadt Aachen will Eltern entlasten – aber erst später

Kita-Beiträge : Stadt Aachen will Eltern entlasten – aber erst später

In den Kindertagesstätten in Aachen gibt es seit Monaten massive Ausfälle beim Personal und folglich in der Betreuung der Kinder. Dafür will die Stadt die Eltern demnächst finanziell ein wenig entlasten.

Eltern von Kita-Kindern müssen in diesen Zeiten auf so ziemlich alles gefasst sein. Mal macht die Kindertagesstätte früher zu, mal werden Gruppen zusammengelegt, im Extremfall gibt es sogar tagelang gar kein Angebot. Der generelle Fachkräftemangel und akute Ausfälle, etwa wegen Krankheit, sorgen immer wieder für massive Einschränkungen.

Zumindest finanziell möchte die Stadt Aachen die gebeutelten Eltern demnächst ein wenig entlasten. Einen entsprechenden Vorschlag hat die Verwaltung am Dienstagabend im städtischen Kinder- und Jugendausschuss präsentiert.

Wie André Kaldenbach, Abteilungsleiter für Finanzmanagement im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule, erläuterte, will man zunächst über den Winter weiter beobachten, wie sich das Personalproblem in den 137 Kitas in städtischer und freier Trägerschaft entwickelt. Spätestens im Frühsommer will die Verwaltung dann einen Vorschlag für eine pauschalisierte Entlastung vorlegen. Darüber müsste die Politik entscheiden.

Geplant ist, dass noch vor Ende des laufenden Kita-Jahrs alle Eltern in den Genuss einer Entlastung bei den Kita-Beiträgen kommen. Wie hoch diese ausfalle, lasse sich derzeit aber noch überhaupt nicht sagen, sagte Kaldenbach.

Bereits im neuen Jahr soll indes in Aachen eine Verbesserung greifen, die der Kinder- und Jugendausschuss auf Antrag der grün-roten Mehrheitskoalition bei den Haushaltsberatungen einstimmig auf den Weg gebracht hat. Familien mit einem Jahreseinkommen von bis zu 54.000 Euro soll der Elternbeitrag für Kita und Tagespflege ganz erlassen werden, bei einem Einkommen von bis zu 68.000 Euro halbiert er sich.

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