Stadt Aachen setzt bei Gartendenkmal auf eine Blühwiese

Gartendenkmal Kaiser-Friedrich-Allee : Anwohner beklagen Wildwuchs, der den Paubach verdeckt

Einen Hauch von Großstadtdschungel hat das Ensemble an Grünpflanzen schon, das es sich in den letzten Wochen an der Kaiser-Friedrich-Allee überaus gemütlich gemacht hat. Zu gemütlich, wie ein Anwohner nun gegenüber unserer Zeitung beklagt hat.

Schließlich sei das Gartendenkmal vor anderthalb Jahren für viel Geld eines privaten Sponsors aufwendig wieder in Schuss gebracht. Der Paubach wurde in dem 400 Meter langen und 40 Meter breiten Grünzug zwischen Yorckstraße und Brüsseler Ring wieder freigelegt. Säckeweise wurden Gestrüpp und Brombeersträuche entsorgt. Vom Paubach sei in der letzten Zeit aber in weiten Teilen nur wenig beziehungsweise gar nichts zu sehen gewesen, so die Kritik. Stattdessen umso mehr vermeintlich wildes Grünzeug.

Dass dieses ganz bewusst in dieser natürlichen Form erhalten wurde, bestätigte nun das städtische Presseamt. An der Kaiser-Friedrich-Allee sei großflächig eine Blühwiese gesät worden, die jetzt im ersten Jahr nach der Einsaat allerdings längst nicht nur Grünpflanzen, sondern auch Wildblumen wie Margeriten zu Tage geführt habe, erläutert Stefan Herrmann vom städtischen Presseamt. Mit einer Höhe von 50 bis 80 Zentimetern habe die Blühwiese den Bachlauf in den vergangenen Wochen tatsächlich in weiten Teilen verdeckt.

Wie die meisten Blühwiesen soll auch die am Gartendenkmal nur zwei Mal im Jahr gemäht werden. In den vergangenen Tagen lief die erste Mahd. Im Herbst beziehungsweise Winter werde der Stadtbetrieb erneut ausrücken.

Dass Blühwiesen nicht nur die wöchentliche Rasenmahd ersparen, sondern auch der heimischen Tierwelt zugutekommen, bestätigt auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Für Insekten seien solche Wiesen deutlich attraktiver als der klassische englische Garten.

(akas)
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