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Am Hauptbahnhof: Stadt Aachen richtet Infopoint für Geflüchtete ein

Am Hauptbahnhof : Stadt Aachen richtet Infopoint für Geflüchtete ein

Die Stadt Aachen richtet kurzfristig einen Infopoint auf dem Vorplatz des Aachener Hauptbahnhofs ein. Dort finden schutzsuchende Menschen, die aus der Ukraine kommen, eine erste Anlaufstelle.

Der Infopoint nimmt am Freitag seinen Betrieb auf. Ab 17 Uhr stehen Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereit. Sie nehmen Geflüchtete in Empfang und versorgen sie mit ersten Informationen und einem Getränk. Anschließend werden sie an eine der städtischen Erstunterbringungsstandorte vermittelt. Der Infopoint ist werktags wie am Wochenende von 7 Uhr in der Früh bis 2 Uhr in der Nacht besetzt. Neben dem DRK sind wochentags auch städtische Angestellte als Ansprechpartner*innen vor Ort.

Rolf Frankenberger, Leiter des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, erklärt: „Die aktuelle Flüchtlingskrise ist sehr dynamisch und verläuft ganz anders als das, was wir 2015 erlebt haben. Die Menschen aus der Ukraine kommen zu nahezu jeder Tages- und Nachtzeit in Aachen an. Sie kommen oft einzeln oder in kleinen Gruppen. Einige kommen mit dem Auto an, viele erreichen Aachen aber auch mit dem Zug.“ Damit gerade dort am Hauptbahnhof die Menschen direkt – gerade auch in den späten Abendstunden – eine erste Anlaufstelle finden, ist der Infopoint eingerichtet worden. Die Feuerwehr Aachen hat hierfür ihren rund sieben Meter langen roten „Sozial-Container“, der ansonsten bei längeren Brand- und Hilfseinsätzen verwendet wird, auf dem Bahnhofsvorplatz positioniert. Ein großes Banner mit der Aufschrift „Infopoint Ukraine“, einer ukrainischen Flagge und dem Hinweis auf weitere Online-Infos unter www.aachen.de/aachenhilft zeigt allen Ankommenden ab heute Nachmittag, dass ihnen an dieser Stelle geholfen wird.

„Die direkte Ansprechstelle hilft allen – vor allem den Geflüchteten, aber auch uns von Behördenseite“, sagt Frankenberger. Oftmals strandeten in den vergangenen Wochen die Schutzsuchenden zunächst auf dem Bahnhofsplatz. Sie wendeten sich dann in einem ersten Schritt an die Bundespolizei. Über Umwege wurde so dann erst der Bereitschaftsdienst der Sozialbehörde benachrichtigt und konnte unterstützen. „Diese Lücke schließen wir nun mit dem Infopoint. So können wir den Menschen direkt helfen und sie zügig in eine Aufnahmeeinrichtung bringen“, sagt Frankenberger.

Parallel entsteht dank der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Aachen momentan auf dem Sportplatz Siegel eine Zeltstadt. Seit Donnerstag läuft der Aufbau des Ankunftszentrums für Geflüchtete auf Hochtouren. Die Stadt Aachen nimmt ihre Rolle als sicherer Hafen für Menschen in Not ernst. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine haben sich über 2000 Menschen bei der Verwaltung gemeldet. Das Ankunftszentrum auf Siegel soll als temporäre Großunterbringung dabei helfen, die große Herausforderung zu meistern. Das Ankunftszentrum in Burtscheid soll Anfang April in Betrieb gehen. Zuvor lädt die Stadt am Dienstag, 29. März, 19 Uhr, zu einer Bürger*innen-Information vor Ort ein.

(red)