Verabschiedung vom ehrenamtlichen Aufsichtsrat Klaus Peters: Stabwechsel im Luisenhospital

Verabschiedung vom ehrenamtlichen Aufsichtsrat Klaus Peters : Stabwechsel im Luisenhospital

Mit einer Feierstunde wurde Ralf Wenzel als neuer Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Krankenhausvereins zu Aachen von 1867 (EKV) eingeführt.

Rund 200 Gäste waren der Einladung von Aufsichtsrat und Vorstand gefolgt, um in den Luisensälen „den Neuen“ in Augenschein zu nehmen. Der erzählte im Interview mit AZ-Redakteur Robert Esser, dass er in den ersten Wochen seiner neuen Wirkstätte schon mal inkognito einen Besuch abgestattet habe, was für den einen oder anderen „erschreckten Blick“ gesorgt habe. Grund zur Sorge gäbe es allerdings keine, versicherte der 51-jährige gebürtige Bremer: „Ich möchte etwas bewegen, aber nicht alles verändern. Sie haben sehr gut gearbeitet, darauf möchte ich aufbauen.“

Bevor Ralf Wenzel zum Luisenhospital wechselte, war er als Vorsitzender der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg und des BG Universitätsklinikums Bergmannsheil Bochum tätig. Und dass, obwohl der Betriebswirt „Krankenhäuser eigentlich gar nicht gemocht“ habe. Doch die Zusammenarbeit mit den Menschen mache viel Spaß, das sei im Krankenhaus möglich. Auch den besonderen Gemeinschaftsgeist, der an diesem Krankenhaus herrscht und der an diesem Nachmittag mehrfach hervorgehoben wurde, hat Wenzel bei seinen Besuchen in den verschiedenen Abteilungen des Hauses bereits kennengelernt: „Dieses Wir-Gefühl ist in anderen Krankenhäusern bereits verlorengegangen, hier gibt es das noch.“

„Zuhause im Alter“

Bereits seit dem 1. Dezember 2018 leitet Ralf Wenzel mit seinem Vorstandskollegen Marco Plum den EKV, der nicht nur Träger des Luisenhospitals, sondern auch des Seniorenheims „Ein Zuhause im Alter“ sowie der Christlichen Bildungsakademie für Gesundheitsberufe ist. „Gesucht haben wir jemanden, der Erfahrung in der Leitung eines Krankenhauses mitbringt, aber auch unsere Vorstellung mitträgt, einerseits die lange Tradition des Hauses zu bewahren und zugleich mit neuen Ideen zu gestalten. In Ralf Wenzel haben wir genau diese Person gefunden“, ist Christian Schoeller, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, überzeugt. Die Weiterentwicklung des IT-Bereichs benannte Wenzel als ein Handlungsfeld.

Gleichzeitig wurde der Aachener Unternehmer Klaus Peters, lange Jahre ehrenamtlich im Aufsichtsrat des EKV tätig, in den Ruhestand verabschiedet. Seit 2002 war er Mitglied im Aufsichtsrat. 2015 übernahm er den Vorsitz von Werner Georgi. Bereits sein Großvater hatte sich für den EKV engagiert, so war es auch für Klaus Peters eine „Selbstverständlichkeit, mich ehrenamtlich einzubringen“. Vor allem Bautätigkeiten prägten die Tätigkeit von Klaus Peters im Aufsichtsrat. In seiner aktiven Zeit wurden unter anderem das Parkhaus an der Weberstraße, das Ärztehaus am Boxgraben sowie aktuell der neue OP-Trakt und die neue Lungenklinik realisiert.

Echtes Leuchtturmprojekt

Als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete Peters die Bildungsakademie: „Nur mit den besten Rahmenbedingungen gelingt es, junge Menschen für die Ausbildung in der Pflege zu gewinnen“, sagte Peters in seiner Abschiedsrede. 350 junge Menschen absolvierten zur Zeit an der Akademie ihre Ausbildung in unterschiedlichen Pflegeberufen. In Zeiten des Fachkräftemangels sei das eine wichtige Investition in die Zukunft.

Bereits im Sommer 2018 hatte Peters den Vorsitz im Aufsichtsrat an Christian Schoeller übergeben. Der Dürener Unternehmer ist seit 2014 Mitglied im Aufsichtsrat des EKV.

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