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"Sport im Park"-Aktion in Aachen geht nach sechs Wochen zu Ende

Abschluss von „Sport im Park“ : 15 Millionen Kalorien in sechs Wochen verbrannt

Theoretisch müsste Aachen jetzt 1,8 Tonnen leichter sein. Sechs Wochen lang schwitzten und verausgabten sich nämlich tausende Menschen bei den kostenlosen Kursen der Aktion „Sport im Park“. „Insgesamt wurden etwa 15 Millionen Kalorien verbrannt“, erklärt Dominik Lange von der Sparkasse Aachen, die das Event unterstützt. Oder eben 1800 Kilogramm Körperfett.

Zum ersten Mal wurden nicht nur unzählige Parkanlagen, sondern auch jeder Aachener Bezirk bedient – von Richterich bis Kornelimünster/Walheim. 90 Stunden pro Woche standen insgesamt auf dem Programm. Zumba, Yoga, Fitness: Zum Abschluss der diesjährigen „Sport im Park“-Aktion gab es am Samstag im Westpark die beliebten Klassiker. Rund 150 Frauen und Männer jeder Altersklasse versammelten sich auf dem Grün, um ein letztes Mal gemeinsam zu tanzen, zu entspannen oder die Bauch- und Beinmuskeln zu fordern.

In den vergangenen Wochen hatten sich die viele Teilnehmer auch in ungewöhnlichen Sportarten versucht – zum Beispiel in Boule, Mountainbike oder Lachyoga. „Das hat mit klassischem Yoga wenig zu tun“, erläutert Organisator Daniel Gier. Stattdessen werden dabei vor allem die Lachmuskeln beansprucht. Zudem gab es Angebote für werdende Mütter, Eltern mit Kind und einen Hip-Hop-Kurs für Kinder. Rund 20 000 Menschen nahmen eins (oder mehrere) der über 500 Sportangebote wahr. „Damit haben wir die Zahl des Vorjahres erreicht“, sagt Gier zufrieden – trotz Wetterkapriolen und Sahara-Hitze.

Ohne Sponsoren und Partner sei das Projekt längst nicht mehr stemmbar, betont der Organisator. Neben der Sparkasse unterstützten diesmal unter anderem auch die AOK und die Krankenkasse Actimonda die Aktion. Auch auf städtischer Seite zeigt man sich zufrieden. „Wenn jedes Projekt so gut laufen würde, bräuchte man sich nie mehr Sorgen machen“, meint Karlheinz Welters vom Fachbereich Sport der Stadt Aachen. Schließlich funktionierte die Planung einwandfrei – wobei die Organisatoren zumeist über Soziale Medien kommunizierten.

Die diesjährigen Sportkurse widerlegten übrigens auch ein Vorurteil. „Es heißt ja, Aachen sei eine Männerstadt“, berichtet Marcel Ortmanns. Die Zahlen zeigten jedoch etwas anderes: „In fast allen Kursen überwog der Frauenanteil“, so der Mitorganisator.

Im nächsten Jahr soll „Sport im Park“ wieder an den Start gehen. „Dann wollen wir 25 000 Teilnehmer schaffen“, kündigt Gier an. Erreicht werden könnte das unter anderem mit neuen inklusiven Angeboten für Menschen mit Behinderungen.