Aachen: Spezieller Mörtel soll am Büchel fließen

Aachen: Spezieller Mörtel soll am Büchel fließen

Die Temperaturen verhindern, dass die Baustelle Büchel in die heiße Phase geht. Zwar haben am Montag die letzten Arbeiten auf dem Stück zwischen Buchkremerstraße und Rethelstraße begonnen. Doch noch pflastern Probleme den letzten Bauabschnitt. Denn solange die Temperaturen den Gefrierpunkt in Blickweite halten, mangelt es den Bauleuten an Perspektive.

Schließlich muss bei der steilen Straße ein spezieller Mörtel als Untergrund für das neue Kopfsteinpflaster verwendet werden — und der muss laut Björn Gürtler vom städtischen Presseamt drei Wochen aushärten. „Dabei darf die Temperatur nicht unter fünf Grad rutschen“, erklärt dieser. „Dann muss nur noch die Fahrbahn gepflastert werden.“

Nur noch. Gute Aussichten liegen für das Wetter und damit den Büchel auch nach Ostern nicht vor. Der Deutsche Wetterdienst kann in seiner 15-Tage-Vorschau nachts Frost nicht ausschließen. Der Zeitplan ist am Büchel ohnehin längst aus den Fugen geraten. Eigentlich hätte die gesamte Baumaßnahme, die sich seit Anfang 2012 hinzieht, schon vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes fertig sein sollen. Doch archäologische Funde standen dem im Wege. Und ließen die Kosten laut Gürtler um rund 95.000 Euro auf mehr als 500.000 Euro steigen. „Das ist leider so in Aachen“, sagt er.

Nun soll der Abschnitt zwischen Buchkremerstraße und Rethel-straße bis zur Karlspreis-Verleihung fertiggestellt sein. Die ist am 9. Mai. Es bleiben also sechs Wochen, von denen drei der Mörtel aushärten muss. Und in den nächsten zwei Wochen kann das Wetter keine Plus-Fünf-Grad-Garantie geben. Einen Schlussstrich unter die gesamte Maßnahme will die Stadt dann spätestens Anfang August ziehen. Dann soll auch der letzte Abschnitt zwischen Rethel-straße und Markt frisch gepflastert sein. Abschließend wird ein Baum in der Kurve zur Kleinkölnstraße gepflanzt. Mit problematischen Temperaturen ist zum Pflanztermin auch nicht zu rechnen.

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