Freude über „Frosch mit Peitsche“: Spende der Theatergruppe Martin-Luther-Kirche übergeben

Freude über „Frosch mit Peitsche“ : Spende der Theatergruppe Martin-Luther-Kirche übergeben

Die Theatergruppe der Martin-Luther-Kirche hat die Spenden der vergangenen Spielzeit übergeben. Bei den acht Aufführungen kamen 5000 Euro zusammen. Auch die „German Doctors“ wurden bedacht.

Uwe Loeper, Pfarrer der Brander Martin-Luther-Kirche, ist sichtlich zufrieden. Wieder einmal konnte er mit seiner kirchlich organisierten Gruppe von Laienschauspielern, die er selbst leitet, durch leidenschaftliche Vorführungsabende und -nachmittage einen beachtlichen Geldbetrag aufbringen, der nun für einen guten Zweck gespendet wurde.

„Wir bieten den Aachener und insbesondere Brander Gemeindemitgliedern und Bürgern immer im November an, ein Stück unserer kleinen Gruppe von ehrenamtlichen Darstellern zu besuchen. Wir verlangen keinen Eintritt und versuchen, durch Spenden der Besucher mit unseren Aufführungen Gutes zu tun und soziale Projekte, die wir für sinnvoll halten, zu unterstützen“, erklärt Uwe Loeper.

Im November des vergangenen Jahres führte die Gruppe die Kriminalkomödie „Der Frosch mit der Peitsche“ von Matthias Hahn auf und sammelte an den acht Vorführungsterminen von insgesamt rund 1000 Besuchern 5000 Euro Spendengelder ein. Je 2000 Euro davon wurden nun an Mitglieder der weltweit operierenden Hilfsorganisation „German Doctors“ und des geplanten Präventionsprojektes der Brander Pfarrgemeinde St. Donatus gegen sexuellen Missbrauch von Kindern überreicht.

Auch Michael Schürmann, Gemeindereferent von St. Donatus, zeigte sich sichtlich erfreut über die finanzielle Unterstützung der Martin-Luther-Kirche: „Insgesamt müssen wir 45.000 Euro für unser Projekt sammeln, diese aufmerksame Spende hilft natürlich enorm.“ Im Mitmach-Parcours der St. Donatus-Kirche dreht sich alles um Schutz vor sexuellem Kindermissbrauch.

Die Kinder lernen so, ihre Gefühle besser auszudrücken und erlangen Wissen über die Einordnung bestimmter inakzeptabler Berührungen. „Das Problem ist weit verbreitet, und wir sehen uns bisher als einzige Aachener Kirche, die so ein Programm auf die Beine stellen will, in der Pflicht, etwas dagegen zu tun“, berichtete Schürmann, dessen Gemeinde sich zu 25 Prozent selbst an den Kosten für das Projekt beteiligt. Dr. Heinz-Josef Vehr dankte für die Nichtregierungsorganisation „German Doctors: „Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die sich weder einen Arzt noch Medikamente leisten können, basismedizinisch versorgt werden.“

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