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Ratsanträge: SPD fordert kostenlose Masken für Bedürftige

Ratsanträge : SPD fordert kostenlose Masken für Bedürftige

Die Aachener Sozialdemokraten wollen Senioren und bedürftigen Menschen das Leben während der Corona-Pandemie erleichtern: mit kostenlosen FFP2-Masken und einem ebenso entgeltfreien Bringdienst zu Impfterminen.

Dazu hat die Aachener SPD nun zwei Ratsanträge gestellt. Dabei reagiert sie auf den Beschluss von Bund und Ländern, in Geschäften und ÖPNV das Tragen einer medizinischen Maske vorzuschreiben. Für viele Menschen stelle die Anschaffung solcher Masken jedoch eine finanzielle Herausforderung dar. Deshalb fordert die SPD Aachen eine kostenlose Verteilung von medizinische Masken für Menschen mit niedrigem Einkommen.

In dem entsprechenden Ratsantrag fordert die SPD die Stadt auf, große Bestände an medizinischen Masken anzuschaffen und diese flä-chendeckend zu verteilen. „Es soll möglichst viele Verteilstellen in der Stadt geben. Wir denken dabei zum Beispiel an soziale Einrichtungen und Bezirksämter. Dadurch erhoffen wir uns eine größere Akzeptanz und somit einen größeren Schutz für alle“, sagt Nathalie Koentges.

In einem zweiten Antrag orientieren sich die Aachener Sozialdemokraten an der Bundeshauptstadt Berlin, wo seit Anfang des Jahres Seniorinnen und Senioren ab 90 Jahren kostenlos mit dem Taxi zu Berlins ersten Impfzentren hin- und wieder zurückfahren können. „Wenn wir die generelle Impfbereitschaft in der Bevölkerung erhöhen wollen, ist Aufklärung nur die halbe Miete. Gleichzeitig müssen wir den Zugang möglichst einfach gestalten. Hier sollten wir auf bestehende Strukturen zurückgreifen und regionale Taxi- und Busunternehmen für den Weg zum Impfzentrum mit einbinden“, fordert Koentges.

Auch in Aachen sollen dieser Tage die ersten Einladungen in das Impfzentrum in der Eissporthalle am Tivoli verschickt werden. Damit die angebotenen Termine auch wahrgenommen werden können, fordert die SPD nun eine organisierte und kostenlose Beförderung für alle impfwilligen Seniorinnen und Senioren über 80 Jahren. Das Angebot solle darüber hinaus auch für weitere mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger gelten.

„Impftermine allein reichen nicht. Vielmehr müssen wir sicherstellen, dass die Seniorinnen und Senioren vor Ort das Impfangebot überhaupt annehmen können“, sagt Ye-One Rhie. Dazu gehöre eben auch die sichere und kostenlose Beförderung von den eigenen vier Wänden bis zum Impfzentrum und wieder zurück.