Spaziergang durch die Aachener Galerien

Kunstgeschichten : Grenzerlebnisse im alten Zollhaus, luftige Landschaften

Die deutsch-belgische Landschaft rund um den alten Grenzübergang Köpfchen an der Eupener Straße inspiriert immer wieder Künstler zur Auseinandersetzung mit Grenzsituationen und Übergängen, strikten Härten und sanftem Fließen sowie der Verschiebung von Grenzen zugunsten von mehr Freiheit.

Tragisch überschattet wird die aktuelle Ausstellung „Übergänge“ der deutsch-belgischen Künstlergruppe „Atelier Kunstdialog“ durch den Tod ihres Mitglieds Klaus Hauschopp, der zugleich dem Organisationsteam des Kukuk mit seinem Ausstellungs-, Musik- und weiterem Veranstaltungsprogramm angehörte. Entsprechend schwingt der plötzliche Verlust eines Freundes und Kollegen in die Ausstellung hinein und gibt dem Thema eine Dimension, die über die Auseinandersetzung mit etwa Abstraktion und Figuration, dem Wandel von Materie zu Geist, historischen Übergangsszenarien und weiteren klassischen Arbeitsfeldern bildender Kunst hinausgeht. Arbeiten von 14 Künstlern hängen und liegen an den Wänden und in den Vitrinen, von Klaus Hauschopp gibt es eine deutsch-belgische Parklandschaft mit dem typischen Charakter der Region zu sehen.

Die Ausstellung ist bis zum 31. März an der Eupener Straße 420 zu erleben, geöffnet ist im Februar nur an den Sonntagen von 11 bis 19 Uhr, im März können Ausstellung und Café freitags und samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr besucht werden. Eine Lesung des Lyrikers Harald Kappel findet am Sonntag, 17. März, 16 Uhr, statt.

www.kukukandergrenze.eu

Unter dem Titel „Farblandschaften“ bestreitet die Malerin Angelika Zaunmüller bereits ihre vierte Ausstellung im Softwarehaus Gypsilon in Oberforstbach. Mehr als 20 Arbeiten der letzten Jahre hängen auf den drei Etagen des lichtdurchfluteten Hauses und laden zur Auseinandersetzung mit Farbe, Strukturen, Kompositionen und fiktiven Landschaften ein, die die Malerin meist mit dem Spachtel kraftvoll erarbeitet. Grünlich, luftig und leicht, mehr schwebend als lastend, empfangen die Bilder den Besucher und setzen hin und wieder einen deutlichen Akzent des Wandels mit energievollen Rot- und Blautönen. Angelika Zaunmüller setzt sich seit rund 40 Jahren mit Malerei auseinander und arbeitet meist in Zyklen, die mehrere Jahre andauern. Zu sehen ist die Ausstellung an der Pascalstraße 71 bis zum 26. Februar zu den üblichen Bürozeiten, montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr.