Spaziergang durch Aachens Galerien

Kunstgeschichten : Licht, Ton und Farbe im kreativen Wechselspiel

Rhythmen, Zäsuren und Schnitte, aber auch fließende Übergänge und immer wieder Störungen bestimmen zunächst das Bild der im Halbdunkel liegenden Multimedia-Installation „substrat a“ von Wolfgang in der Wiesche und Nikolaus Gojowczyk-Groon im „Vorzimmer“ des Atelierhauses an der Talstraße.

Doch mit zunehmender Konzentration auf einen langen, zersägten Baum, wechselndes Licht, Klang, auf dem Boden wachsende Pilze, eine romantische Naturfilm-Sequenz und locker an die Wand gepinnte Malerei schwinden die Licht-und-Ton-Störungen zugunsten einer außergewöhnlichen Natur-Impression. Die Vernissage von „substrat a“ findet am 20. September, 19 Uhr, statt, die Ausstellung ist bis 6. Oktober zu sehen. Geöffnet ist samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie im Rahmen der Kunstroute und nach Vereinbarung unter Telefon 0163/9622845.Seine erste Einzelausstellung nach mehr als 70 Gruppenausstellungen zwischen New York, Mailand und London zeigt der Aachener Künstler Marco Iannicelli in der Gravieranstalt mit nie vorher gesehenen Tisch- und Stehlampen, die als Unikate weit mehr Kunstwerk denn Designobjekt sind. „Tree Fans“ nennt der Absolvent der Maastrichter Kunstakademie seine Leuchten in der Ausstellung „ A Forrest“, die aus Ästen gefällter Bäume gefertigt und mit speziellen LED-Röhren und einer ausgetüftelten Kabelführung durch Astlöcher versehen sind. Zu betrachten sind die einzigartigen Leuchtkörper in der Gravieranstalt, Ottostraße 85, noch bis zum 22. September freitags von 19 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 15 bis 19 Uhr. www.gravieranstalt-aachen.de

„Jazz.Klang.Farbe.Musik live gemalt“ – so nennt Heinrich Hüsch seine Ausstellung in der Burg Frankenberg. Er zeigt mehr als 50 Aquarelle, die im Rhythmus der Sounds entstanden sind und nicht nachbearbeitet wurden. Besucher der Ausstellung dürfen gerne Smartphones und Kopfhörer mitbringen, um die Musik zu den Bildern und den Klang der Farben spüren zu können. Die Vernissage an der Goffartstraße 45 findet am Samstag, 21. September, ab 18 Uhr statt, die Bilder hängen bis zum 4. Oktober und können dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr und während der Kunstroute besichtigt werden.

Die Aachener Künstler Nadine Liesse und Karl Heinz Schumacher haben im Rahmen des Klavierwettbewerbs „Mozarte Aachen“ eine Reihe von Gemälden und Objekten ausgestellt, die sich auf die Musik des großen Komponisten beziehen und zum Beispiel die Wahrnehmung hinsichtlich Klangfarben und Farbklängen stärken, aber auch auf kompositorische Elemente in der Natur verweisen und etwa Lichtflecken zwischen Bäumen wie Noten in einer Partitur erscheinen lassen. Die Ausstellung im Foyer der Musikhochschule am Theaterplatz hängt bis zum 30. September und kann täglich zwischen 9 und 21.30 Uhr besichtigt werden.

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