1. Lokales
  2. Aachen

Spaziergang durch Aachens Galerien

Kunstgeschichten : Kreative Vorboten auf dem Weg in ein goldenes Zeitalter

Alle Zeichen stehen auf Wandlung für die Aachener Malerin Marion Steuer, die sich seit Jahren mit dem Umbruch und der Erneuerung der Welt von einer menschen- und naturfeindlichen in eine gerechte, soziale und ökologische auseinandersetzt.

Eines der zentralen Werke ihrer aktuellen Ausstellung „Neue Welt“ in der Galerie „Goldenes Prag“ am Dahmengraben ist das etwa 1,50 Meter hohe und 1,20 Meter breite Rollbild „Weltenwandel“, das vor allem in Grün-, Rosa- und Brauntönen gehalten ist und das Aufbrechen von Verkrustungen, verknöcherten Strukturen und alten Schlacken thematisiert. Unter diesen Schichten gärt das Neue seinem Aus- und Aufbruch entgegen und zeigt sich kraftvoll-optimistisch in zarten Naturtönen.

Begleitet wird der „Weltenwandel“ von vier kleineren Arbeiten, in denen goldene Monde als spirituell-esoterische Symbole eine wichtige Rolle spielen: Mit ihnen geht es in der Malerei von Marion Steuer einem goldenen Zeitalter entgegen. Auch die meisten der weiteren Bilder beschäftigen sich mit den großen ökologischen Problemen und dem Einsatz zur Rettung des Planeten. Leuchtend grün-gelb präsentiert sich der Regenwald am Amazonas als bedeutender Faktor für das Weltklima. „Frühlingserwachen“ steht für die Befreiung von alten geistigen Fixierungen und die Bewusstwerdung, dass nur gemeinsames Handeln zum Ziel führt.

Farbgewaltig, experimentell und kompositorisch gelungen präsentiert sich eine ganze Reihe von kraftvoll gemalten abstrakten Bildern, die in der noch jungen Galerie „Goldenes Prag“ am Dahmengraben 20 durch die großen Schaufenster bereits von außen zu sehen sind. Galerist Petr Hladky, der den Kunstraum nun seit sieben Monaten betreibt, setzt auf kraftvolle europäische und internationale Kunst, die die großen Themen der Zeit aufgreift und einen einfachen Zugang zur Ausei­nandersetzung bietet.

Die Ausstellung „Neue Welt“ beginnt am Samstag, 19.Januar, um 19 Uhr mit einer Einführung von Ingeborg Meyer, Leiterin der Theaterschule Aachen. Zu sehen ist die energetisch-dichte Bilderschau bis zum 30. Januar immer dienstags bis samstags von 11 bis 18 Uhr.

„transcribo“ nennt die Aachener Künstlerin Sabine Schallenberg ihre meist fragilen Arbeiten zwischen Draht und Papier, die gerahmt, hängend und stehend in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt bis zum 15. Februar in der Galerie Salto Art, Am Lavenstein 4, gezeigt werden. Die Schau ist dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.