Benefizabend: Spaßig raus aus dem „Seniorenstift“

Benefizabend : Spaßig raus aus dem „Seniorenstift“

Das Ozonloch als Loch im Nichts mit Nichts drum herum wird nur schwerlich zu sehen sein: Ganz in alter Manier sinnierten die „Fleddermäuse“ über wichtige Fragen des Seins und sorgten so beim Benefizevent „Spass satt“ im „Haus am See“ für wirklich gute Laune.

Eigentlich haben sich die fünf Kabarettisten schon vor einigen Jahren zurückgezogen, aber für das Café Plattform haben sie laut Moderator Christian Mourad „das Seniorenstift jetzt noch einmal verlassen“, um auf der Bühne zu zeigen, dass sie es noch immer drauf haben. Und als Manfred Hammers plastisch vom Füttern eines Flaschenautomaten (automatisierter Enddarm der Leergutentsorgung) erzählte oder Ursula Wawroschek ihre kabarettistischen Spitzen musikalisch anreicherte, da genossen die Gäste, unter ihnen auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und seine Ehefrau, den Abend wie in alten Zeiten.

Die Einkünfte aus dem Benefizevent sollen dem Café Plattform zugute kommen. Laut Wolfgang Offermann (Die Fleddermäuse) werden das rund 6000 Euro sein. Die stammen zum einen aus dem noch laufenden Verkauf von 14 gespendeten Fußballtickets für die Begegnung zwischen BVB Dortmund und 1. FC Köln (im Januar in der Dortmunder VIP-Lounge), zum andern ließen sich die „Fleddermäuse“ selbst für 2500 Euro ersteigern und werden dafür noch einmal ganz exklusiv auftreten.

Mark Krznaric, Leiter des Café Plattform, freut sich über diese Finanzspritze. „Es ist super schön, dass es heute Abend so viele Gäste gibt, die Interesse am Café Plattform haben“, sagte er. Das zeige, dass die Gesellschaft füreinander sorge und Menschen, die weniger Glück hätten, nicht allein lasse. Das Café Plattform ist seit rund 30 Jahren Anlaufstelle und Zufluchtsort für Menschen, die auf der Straße leben.

Laut Krznaric soll das Café eine Begegnungsstätte für alle sein, und das funktioniere auch sehr gut. Die rund 60 Gäste des Benefizevents im „Haus am See“ genossen bei einem Fünf-Gänge-Menü einen wunderbaren Abend mit den „Fleddermäusen“. Ein guter Einstieg war sicher auch, dass Michèle Offermann gleich zu Beginn von einem „Gyros für auf die Faust zu essen“ schwärmte, bei dem dann „die volle Ladung Zaziki aus den Mundwinkeln“ tropft. Und als Jürgen Fleuster wenig später als Aldi-Filialleiter zu dem Schluss kam: „Der Kunde würde alles kaufen, Hauptsache der Preis stimmt. Wegschmeißen kann man es ja immer noch“, da zeigte sich einmal mehr, dass bei den „Fleddermäusen“ eigentlich alle ihr „Fett weg bekommen“.