Aachen: Spannender Weg zum Abitur

Aachen: Spannender Weg zum Abitur

Für viele Eltern und Schüler ist die Wahl klar: Gymnasium oder Gesamtschule. Der Weg zum vollwertigen Abitur ist dabei aber alles andere als einseitig oder vorgeschrieben. Vor allem für Jugendliche mit technischen Interessen gibt es eine gute Alternative.

Das Berufliche Gymnasium der Mies-van-der-Rohe-Schule. „Besonders ist nicht nur, dass es neben der allgemeinen Hochschulreife auch gleich vier verschiedene Bildungsgänge als Schwerpunkt gibt“, sagt Schulleiterin Ute Dreser. Das gibt es in Nordrhein-Westfalen sonst nur noch an einem weiteren Berufskolleg. „Deswegen kommen unsere Schülerinnen und Schüler auch aus der ganzen Region“, so Dreser.

Dass sich die Ausrichtung des Beruflichen Gymnasiums, der Einsatz der Lehrkräfte und die Instandhaltung der Werk- und Klassenräume sowie zeitgemäße Geräte und Maschinen auszahlen, zeigt sich nicht nur an der Schülerzahl von inzwischen 180 Jugendlichen am Beruflichen Gymnasium und 2300 an der gesamten Mies-van-der-Rohe-Schule, sondern auch am ersten großen Jubiläum: Derzeit feiert das Berufliche Gymnasium sein 25. Schuljahr. Das wird im Sommer, passend zum Abschluss der Jahrgänge, groß gefeiert werden.

Vier Bildungsgänge im Angebot

Bis dahin gilt es aber auch, einmal zu rekapitulieren. „Wer bei uns das Abitur mit einem technischen Schwerpunkt macht, der weiß, was ihn später an der Universität erwartet“, stellt Eckhard Debour, Beratungslehrer der Schule, heraus. Angeboten werden dabei die vier Bildungsgänge Bautechnik, Chemietechnik, Elektrotechnik und Maschinenbautechnik. „Wichtig ist, dass am Beruflichen Gymnasium nicht nur nach Fächern, sondern vor allem fachübergreifend und praxisbezogen unterrichtet wird“, unterstreicht Debour. Durch Praxisnähe, vielfältige Unterstützungen wie etwa einen Mathe-Kurs, der von einem TH-Dozenten angeboten wird, und diverse projektbezogene Praktika erfreut sich das Technische Gymnasium der Mies-van-der-Rohe-Schule großer überregionaler Beliebtheit. „Wir möchten eine Alternative bieten, einen Weg vorschlagen und Perspektiven für junge Menschen entwickeln.

Dabei ist der Start am Beruflichen Gymnasium etwas ganz Besonderes. Man hat neue Fächer, neue Lehrer, neue Mitschüler und kann seine ganz eigene, neue Schulgeschichte schreiben. Das motiviert ungemein“, erklärt Petra Lambrecht, Leiterin des Beruflichen Gymnasiums. Dass dies nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern gut ankomme, zeige die Qualitätsanalyse des Landes NRW. Dort schnitt die Mies-van-der-Rohe-Schule und das Berufliche Gymnasium mehrfach ausgezeichnet ab.

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