Aachen: Sozialwerk Aachener Christen ist Kooperationspartner beim „TEP“-Programm

Aachen : Sozialwerk Aachener Christen ist Kooperationspartner beim „TEP“-Programm

Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt stellt oft eine große Herausforderung dar. Oft ist es zeitlich nicht möglich, eine Ausbildung in Vollzeit zu absolvieren, vor allem mit Kindern. Das Sozialwerk Aachener Christen bietet deshalb in Kooperation mit dem Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung das Landesprojekt „TEP“-Programm „Teilzeitberufsausbildung, Einstieg begleiten, Perspektiven eröffnen“ an.

Das Programm betreut seit neun Jahren Frauen und Männer beim Berufseintritt.

Bei einer Informationsveranstaltung erklärte Karin Wieder vom Sozialwerk der Aachener Christen das Konzept des Programms. „Wir wollen Müttern, Vätern und Pflegenden von Familienangehörigen eine berufliche Erstausbildung in Teilzeit ermöglichen.“ Dabei kümmern sie sich um die Organisation des Tagesablaufs, inklusive die Regelung der Kinderbetreuung. „TEP“ ist in zwei Hauptabschnitte gegliedert: Es gibt die Einstiegsphase, in der ein- bis zweimal pro Woche Gruppentreffen stattfinden, Bewerbungen geschrieben werden und ein Ausbildungsplatz gefunden werden soll.

Disziplin und Willensstärke

Die zweite Phase findet nach Antritt der Ausbildung statt. Die Teilnehmer und Unternehmen werden begleitet und unterstützt. Das ist auch gut so, denn Wieder erklärte, dass eine Teilzeitausbildung schwieriger durchzuführen sei, als eine Ausbildung in Vollzeit: „Die Unternehmen müssen es hinkriegen, den Auszubildenden in der zur Verfügung stehenden Zeit alles Notwendige beizubringen.“ Dennoch hat sie bisher zahlreiche gute Erfahrungen gemacht: „Wir haben einige tolle Karrieren beobachtet. Die Leute sind sehr, sehr zufrieden. Über die Bereitschaft von Unternehmen mitzumachen freue ich mich sehr.“

Eine Gewährleistung für einen Platz in einem Unternehmen gibt es nicht. Die Teilnehmer müssen selbst Disziplin, Eigenverantwortung und Willensstärke mitbringen. Ulrike Fischer ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und hat mit Hilfe des „TEP“-Programms einen Ausbildungsplatz gefunden. „Man bekommt eine sehr gute Unterstützung, aber man muss selber sehr ehrgeizig sein. Es werden auch Tränen fließen“, sagte sie.

Sie hatte knapp 80 Bewerbungen verschickt, bevor sie ihren jetzigen Ausbildungsplatz erhielt. Die Mühe zahlte sich aus. So auch bei Sara Antunez. Ihr wurde eine Ausbildung in Teilzeit ermöglicht: „Ich wollte etwas Langfristiges machen, womit ich mich wohlfühle. Ich bin sehr glücklich“, sagte sie. „Manche Träume können eben in Erfüllung gehen“, so Christine Stache vom Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung.

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