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Spartipps: Sorgsam mit der Ressource Wasser im Haushalt umgehen

Spartipps : Sorgsam mit der Ressource Wasser im Haushalt umgehen

Behutsam mit der Ressource Süßwasser umgehen – das ist Thema der nächsten Folge unserer Serie über Spartipps im Haushalt.

Süßwasser ist eine der kostbarsten Ressourcen der Welt. In Deutschland ist sie fast in allen Regionen noch reichlich vorhanden, doch in Zeiten steigender Temperaturen und längerer Trockenzeiten lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Ein bewusster Umgang mit warmem Wasser schont nicht nur die Wasserreserven, sondern spart Energie, um das Wasser zu erhitzen.

Das meiste Wasser verwenden wir in Bad, Küche und Garten. „Wer seinen Verbrauch genauer unter die Lupe nehmen und Sparpotenziale ermitteln will, geht eine Woche bewusst und achtsam mit Wasser um. Wo läuft Wasser, obwohl es gerade keiner braucht? An welchen Stellen lässt sich das Wasser noch besser verwerten, bevor es den Abfluss hinab läuft? Diese Fragen helfen dabei, jedes Hahnaufdrehen auf Sparpotenziale zu prüfen“, rät Rudolf Ross, Bereichsleiter Wasser des Energieversorgers Stawag in Aachen.

Gerade bei vielen kleinen Gesten wie dem Rasieren oder Zähneputzen kann sich die Gewohnheit einschleichen, das Wasser für kurze Zeit einfach laufen zu lassen. Ein Zahnputzbecher hilft, beim Ausspülen ein paar Liter zu sparen. Eine konkrete Maßnahme liegt außerdem darin, auf Einhebel-Armaturen zu setzen und den Hebel grundsätzlich auf kalt einzustellen. So fließt beim Öffnen nicht gleich warmes Wasser, wenn auch kaltes denselben Zweck erfüllt.

Duschen statt Baden – dieser Tipp ist zurecht weit verbreitet, denn ein Vollbad benötigt im Schnitt so viel Wasser wie drei Duschgänge. Wer das Wasser unter der Dusche beim Schamponieren und Einseifen abdreht, spart erneut einige Liter und sorgt außerdem dafür, dass die Pflegemittel länger auf der Haut bleiben.

Kürzer und weniger heiß duschen ist übrigens auch ein Tipp, der die Haut vor dem Austrocknen bewahrt. Hartgesottene können den Wasserhahn gleich ganz auf blau stellen und mit der kalten Dusche experimentieren. Immerhin schwören einige Enthusiasten auf die belebende Wirkung des kalten Wasserstrahls.

Wenn hingegen der Wellness-Aspekt nicht zu kurz kommen soll, ist ein Sparduschkopf der ideale Begleiter. Der mischt Luft unter das Wasser und sorgt trotz deutlich geringerem Durchlauf für einen wohltuend starken Wasserstrahl. Einen ähnlichen Effekt können auch Wasserspar-Ventile oder Durchflussbegrenzer haben. Die größten Wassermengen spülen wir täglich die Toilette hinunter, moderne WC haben daher meist eine Tasteneinstellung für eine reduzierte Wassermenge.

„Tropft ein Hahn oder ist eine Spülung nicht ganz dicht, ist rasches Handeln gefragt. Denn auch ein paar Tropfen summieren sich über den Tag schnell zu einigen Litern, die unkontrolliert und ungenutzt in den Abfluss laufen“, erklärt Ross.

Auch in der Küche lohnt es sich, den Wasserverbrauch genauer unter die Lupe zu nehmen. Spül- und Waschmaschinen sollten immer möglichst mit „voller Ladung“ laufen. Untertischgeräte wie Boiler erhitzen das Wasser dank Zeitschaltuhr nur dann, wenn es auch wirklich benötigt wird. Auch bei Gasheizungen mit Warmwasserbereitung lohnt es sich, die Ladezeiten für das warme Wasser auf den tatsächlichen Bedarf einzustellen.

Obst und Gemüse lassen sich genauso gut in einer Schüssel abwaschen wie unter fließendem Wasser. Über das aufgefangene Wasser freuen sich anschließend die Zimmer- und Balkonpflanzen. Genauso gut lässt sich dafür das abgestandene und abgekühlte Wasser aus dem Wasserkocher einsetzen. So dient jeder Tropfen einem guten Zweck.

(red)