Aachen: „Songs und Stories“: Ein Theaterstück voller Emotionen

Aachen: „Songs und Stories“: Ein Theaterstück voller Emotionen

Hach, was kann die Liebe schön sein. Romantisch und voller Emotionen gibt man sich ihr voll und ganz hin. Denn wie wusste schon Joseph Freiherr von Eichendorff in einem seiner Gedichte? „Liebe, wunderschönes Leben, wieder wirst du mich verführen.“

Aber was kann es auch schöneres geben, als im poetisch-kitschigen Stil die große Liebe zu zelebrieren? Schauspielerin Annette Schmidt und Gitarrist Sasan Azodi vom Theater K widmen all den Emotionen gleich ein ganzes Theaterstück. Unter dem Titel „Wolke No.7 — Songs und Stories von Luft und Liebe“ präsentieren sie dem Publikum im Suermondt-Ludwig Museum ein Zusammenspiel von Musik und Schauspiel.

„Als Sasan und ich uns damals kennengelernt haben, waren wir uns sofort sympathisch und haben schon einige Male zusammen auf der Bühne gestanden“, erzählt Annette Schmidt. Wolke No.7 ist allerdings das erste Stück, das ausschließlich positiv ist und somit die Akteure vor eine ganz besondere Herausforderung stellt, wie Sasan Azodi betont: „Dadurch, dass die Geschichten, die wir erzählen, alle positiv sind, bauen wir keine Wand zum Publikum auf. Die Erzählungen haben eine Direktheit und berühren den Zuschauer. Man erkennt sich in jeder Lebensphase wieder.“ So träumt der Jüngling gleich zu Beginn des Stückes von der Liebe, später erlebt er mit seiner ersten Freundin die großen Gefühle, die damit einhergehen.

Die junge Ehe ist ein weiterer Entwicklungsschritt — und auch die langjährige Ehe, die in der Konsumfalle steckt, aber dennoch romantisch ist, bildet ebenfalls eine der vielen Lebensphasen. „Gott sei Dank haben wir kein Problem mit Kitsch“, fügt Schmidt lachend hinzu, denn sonst könne man das fast sülzig anmutende Gerede von und über die Liebe wohl nicht ertragen, wobei das Duo betont, dass es keinesfalls ins Satirische oder in Richtung Slapstick gehe. Es ist eben einfach etwas fürs Herz. Und für die Ohren, denn die Lieder, die Azodi spielt, sind zwar mitunter bekannt, werden aber von ihm neu interpretiert. Angesichts der vollen Ladung geballter Romantik bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich ganz dem Schauspiel hinzugeben, denn wie schon Goethe sagte: „Heute ist mir alles herrlich, wenn´s nur bliebe! Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.“

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