Aachen: „Social Week“ am Jugendzentrum: Anpacken für die Kinder im „D-Hof“

Aachen : „Social Week“ am Jugendzentrum: Anpacken für die Kinder im „D-Hof“

Gemeinsam anpacken für Kinder und Jugendliche: Am Jugendzentrum „D-Hof“ im Stadtteil Driescher Hof herrscht diese Woche geschäftiges Treiben. Unter dem Motto „Der D-Hof soll schöner werden“ organisierte die Jugendeinrichtung eine „Social Week“, um mit vielen freiwilligen Helfern verschiedene Renovierungs- und Reparaturarbeiten am in die Jahre gekommenen Jugendzentrum durchzuführen.

Dabei wurde die beliebte Einrichtung von über 20 Kooperationspartnern und Unternehmen aus Aachen ehrenamtlich und tatkräftig unterstützt: „Die Resonanz und Hilfsbereitschaft unserer Partner und freiwilligen Helfer war wirklich überwältigend“, sagt die Leiterin des „D-Hof“, Sandra Jansen.

Der „D-Hof“ ist schon seit 1981 eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Stadtteil und bietet täglich bis zu 300 jungen Menschen im Alter zwischen 6 bis 27 Jahren im Rahmen einer „Offenen Tür“ ein zweites Zuhause. Trotz der wichtigen Rolle des „D-Hof“ im Stadtteil ist es für das Jugendzentrum in den letzten Jahren zunehmend schwierig geworden, die große Vielfalt an Sport- und Freizeitangeboten für junge Menschen aufrecht zu erhalten, erzählt Sandra Jansen.

Träger der Einrichtung ist ein gemeinnütziger Verein, die öffentliche Förderung von Stadt, Kommune und Bistum reicht bei weitem nicht aus, um die Qualität der pädagogischen Arbeit im „D-Hof“ zu sichern. Zudem ist das Gebäude des Jugendzentrums in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig. Als Eigentümer muss der Trägerverein die Kosten für Instandhaltung und Reparaturen vollständig alleine aufbringen. Im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme „Gute Sache“ der Bürgerstiftung Aachen entstand dann im vergangenen Herbst die Idee für eine „Social Week“, um durch Kooperationen mit verschiedenen Partnern die nötigen Mittel und Materialien für die Renovierungsarbeiten aufzubringen.

Nachdem es im vergangenen Sommer bereits einen erfolgreichen „Social Day“ in Kooperation mit der Firma Zentis gab, hatte sich der „D-Hof“ für die „Social Week“ einiges vorgenommen: Das Haus sollte komplett neu gestrichen und ein neues Graffiti im Eingangsbereich angebracht werden, der „Toberaum“ musste renoviert und neu eingerichtet werden, die Blumenkästen und Beete vor dem Haus sollten neu bepflanzt und gestaltet werden. Viel zu tun also — doch die Hilfsbereitschaft der Kooperationspartner war riesig, erzählt die Leiterin Sandra Jansen stolz. Rund 50 freiwillige Helfer, darunter viele Kinder, Eltern und Ehemalige, aber auch Anwohner aus dem Stadtteil waren den ganzen Tag über fleißig. Für die neuen Beete und selbst gebastelten Blumentöpfe am Zaun des „D-Hof“ stiftete ein Gartencenter zwei ganze Wagenladungen voll mit bunten Blumen, Kräutern und Sträuchern zum Einpflanzen und Dekorieren. Zahlreiche Firmen wie zum Beispiel Nesseler und Nobis unterstützten tatkräftig.

Die Neugestaltung und Verschönerung des „D-Hof“ soll aber nicht nur den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen, sondern auch die Einbindung des Jugendzentrums in den Stadtteil Driescher Hof verstärken und das Angebot für die Öffentlichkeit öffnen, sagt die „D-Hof“-Mitarbeiterin Salome Ziermann: „Wir wollen die Anwohner einladen, an unserem familienorientierten Angebot teilzuhaben.“

So gibt es beispielsweise vor der Jugendeinrichtung Sitzgelegenheiten und Hochbeete zum Anpflanzen von Gemüse und Kräutern, die auch von Menschen aus dem Stadtteil genutzt werden können. Jansen freut sich über die große Resonanz und Wertschätzung für die Arbeit der Jugendeinrichtung und blickt bereits nach vorne: Als nächstes Projekt steht die Sanierung des Cafés im „D-Hof“ an. Auch hier ist der Verein auf Hilfe angewiesen.

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