Zufriedene Reiter und der richtige Klenkes: So verlief der Dienstag auf der Bühne an unserem Medienzentrum

Zufriedene Reiter und der richtige Klenkes : So verlief der Dienstag auf der Bühne an unserem Medienzentrum

Mehr als 3000 Pflanzen kommen wie von Geisterhand pünktlich zum Start des CHIO in die Soers. Natürlich hat die „Geisterhand“ einen Namen. Denn dafür sorgt mit seiner Crew Paul Gronen, er ist Chef des städtischen Gartenbaubetriebs und stellte sich am Dienstagmittag den Fragen unserer Moderatoren Laura Weinberger und Tom Vogel.

„Erfüllen Sie auch spontane Sonderwünsche?“, wollte Tom Vogel wissen, „Wären Sie in der Lage bis morgen 100 Eichen in die Soers zu bringen?“ „Das mit den Eichen ließe sich machen“, schmunzelte Gronen, es klappe jedoch nicht jeder botanische Sonderwunsch.

Pferdesport von Weltklasse, dafür kommen die Menschen zum CHIO. Und deswegen ging es auf der Bühne des Medienzentrums mit Interviewpartner Heinrich-Hermann Engemann um die Springreiter: „Das erste Springen ist zum Warmwerden, Marcus Ehning hat den dritten Platz gemacht“, berichtete der Disziplintrainer der deutschen Springreiter.

Was das insgesamt bedeute? Dafür sei es noch viel zu früh in der Woche, nach Donnerstag (Preis der Nationen) sei man schlauer auch in Hinsicht auf die Auswahl für die nahe EM in Rotterdam. Der Parcours in Aachen sei „immer eine Wundertüte“, befand Engemann, eine, die von Parcours-Architekt Frank Rothenberger jährlich aufs Neue zusammengepackt wird.

Tim Hammer vom ALRV-Aufsichtsrat besucht das Medienzentrum. Foto: Harald Krömer

Verwirrung stiftete kurzfristig ein aufmerksamer Leser, der sich über eine CHIO-Version des Öcher Nationalheiligtums, den Klenkes, ereiferte. „Der Klenkes dort im Parcours, das ist die falsche Hand“, schimpfte er. Doch schnellste Recherchen ergaben: Parcours-Chef  Rothenberger hat den richtigen Klenkes, also den kleinen Finger der rechten Hand, aufgestellt, alles gut.

Für Dressur-Nachwuchsreiterin Anna-Christina Abbelen (22 Jahre) ist ebenso alles gut. Sie freute sich riesig, erstmals in Aachen starten zu dürfen: „Es war immer mein großer Traum, hier anzutreten“, sagte die Überfliegerin. „Hier in Aachen, da trennt sich die Spreu vom Weizen“, antwortete die sie auf die Frage, was so besonders an der Soers sei. Für ALRV-Aufsichtsratsmitglied Tim (Wolfgang) Hammer ist die Soers seit eh und je ein großer Teil seines Lebens.

Eine Frage muss sich seit dem Wegzug des Nachbarn „Polizei“ jeder ALRV-Vertreter gefallen lassen: „Wie sieht es mit dem Grundstück nebenan und einer Erweiterung aus“, wurde Hammer gefragt, die Antwort: „Wir sind in Gesprächen mit dem OB, wir schließen ihn jeden Abend in unser Gebet ein.“

Dressurreiterin Anna-Christina Abbelen spricht über ihre Leidenschaft. Foto: Harald Krömer
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