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Stadtgärtnerei pflanzt 116.000 Blumen: So kommt der Frühling in die Stadt

Stadtgärtnerei pflanzt 116.000 Blumen : So kommt der Frühling in die Stadt

Der Frühling kommt – und das bedeutet für die Stadtgärtnerei: Frühlingsblumen im Stadtgebiet pflanzen. Am Ende werden es 116.000 Blumen sein.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei in Aachen machen im Gewächshaus sorgfältig eine Blume nach der anderen aus: „Blumen ausmachen“ – ein Fachbegriff, den der Leiter der Stadtgärtnerei, Paul Gronen, gern erläutert: „Wir holen gerade die Blumen aus ihren Töpfen und legen sie in Mehrwegschalen, damit die Kollegen vor Ort nicht noch erst austopfen müssen, bevor sie die Blumen pflanzen können.“

Eine dieser Mitarbeiterinnen ist Ricarda Rombach, auszubildende Gärtnerin im dritten Lehrjahr. Sie und ihre Kollegenschaft sorgen dafür, dass die bunten Veilchen Kiste für Kiste auf ein Rollregal kommen und fertig für den Transport sind.

Etwa 116.000 Blumen werden innerhalb von voraussichtlich 14 Tagen im Stadtgebiet in Beetflächen, Kübeln, Kästen und den städtischen Friedhöfen gepflanzt – zum Beispiel an der Vaalser Grenze, am Seilgraben, an der Blondelstraße, der Komphausbadstraße und am Münsterplatz.

Am Münsterplatz konnten Bürger und Bürgerinnen bereits vor einiger Zeit Veilchen bestaunen. „Die haben wir coronabedingt gepflanzt, weil wir von ausgefallenen Veranstaltungen noch Blumen übrig hatten“, erläutert Paul Gronen. Normalerweise wird der Münsterplatz über den Winter nicht bepflanzt, da dann der Weihnachtsmarkt stattfindet und die Stadtgärtnerei verhindern will, dass Pflanzen kaputtgetreten werden. Aber da dieser wegen der Pandemie ebenfalls ausgefallen ist, stand der Bepflanzung nichts im Weg.

Dort am Münsterplatz sind alle bereits am frühen Morgen dabei, die Erde in den Beeten zu fräsen und die Ballen der Herbstblumen zu entfernen. „Dann werden noch Hornspäne als Dünger in der Erde verteilt und schließlich werden mit Spaten Veilchen eingesetzt“, erläutert Gärtnerin Ulrike Schellenberger vor Ort.

Anschließend geht es ans Beet – sauber machen und angießen. „Danach werden die Blumen natürlich weiter von uns versorgt und je nach Temperatur ein bis zwei Mal die Woche gegossen“, sagt Schellenberger. Insgesamt 2100 lila, gelbe, weiße und violette Veilchen pflanzt die Stadtgärtnerei an diesem Morgen am Münsterplatz, Fischmarkt und im Domgarten.

Veilchen – beliebt und widerstandsfähig

„Veilchen sind besonders beliebt, weil man mit ihnen viele verschiedene Farbkompositionen bekommt – noch dazu sind sie sehr widerstandsfähig“, erläutert Paul Gronen, im Gewächshaus an der Krefelder Straße. Darüber hinaus kommen im Stadtgebiet Vergissmeinnicht, Primeln und Bellis zum Einsatz.

Die Resonanz ist überwiegend positiv, „auch wenn das Farbempfinden der Menschen unterschiedlich ist“, sagt Paul Gronen und schmunzelt, wenn er daran denkt, dass einige Bürger zum Beispiel mit gelben Blumen überhaupt nichts anfangen können, wenn gleich daneben ein rosafarbener Magnolienbaum steht. „Aber wenn die Beete blühen, ist das wie ein innerliches Aufatmen für die Menschen – vor allem in der aktuellen Pandemiezeit“, berichtet der Leiter der Stadtgärtnerei.

Während er über die Rückmeldungen spricht, ist Auszubildende Ricarda Rombach immer noch dabei, die Blumen für sämtliche Kolonnen vorzubereiten, die nicht nur in der Aachener Innenstadt, sondern in verschiedenen Stadtbereichen und Bezirken wie Kornelimünster, Brand und Laurensberg unterwegs sind. Aber auch wenn sie fertig ist, warten bereits neue Aufgaben in der Stadtgärtnerei: Denn einige sind bereits dabei, die Sommerpflanzen wie zum Beispiel Männertreu auszusäen.

(red)