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Kinder können sich freuen: So können Martinsumzüge klappen

Kinder können sich freuen : So können Martinsumzüge klappen

Damit Martinsumzüge trotz der damit verbundenen Risiken auch während der Corona-Pandemie durchgeführt werden können, haben die Krisenstäbe von Stadt und Städteregion Aachen verbindliche Handlungsempfehlungen zusammengestellt.

Verkehrsrechtliche Genehmigungen bleiben hiervon unbenommen. Sie sind – wie schon in den Vorjahren – bei den zuständigen Behörden einzuholen.

Um die Teilnehmerzahlen möglichst gering zu halten, sollen größere Umzüge in mehrere kleinere Veranstaltungen aufgesplittet werden. Als Orientierungswert empfehlen die Krisenstäbe eine Teilnehmerzahl von maximal 300 Personen, zumal dann keine zusätzlichen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte erforderlich sind. Familien und bestehende Bezugsgruppen sollten von der Aufstellung an eng zusammenbleiben und auch während des Zuges mindestens zwei Meter Abstand zur nächsten Gruppe einhalten. Bei einem Abstand von zwei Metern ist das leise Mitsingen von Liedern erlaubt.

Musikkapellen sollen immer am Anfang des Zuges oder unter Einhaltung des Mindestabstands von vier Metern zwischen Kapelle und Teilnehmern in Marschrichtung gehen. Zwischen den Mitgliedern der Kapelle ist ein Abstand von zwei Metern einzuhalten.

Auf traditionelle Abschlussveranstaltungen wie etwa das Martinsfeuer soll in diesem Jahr verzichtet werden. Weckmänner und Martinsbrezeln sollen im Vorfeld oder am nächsten Tag in den Klassen oder in den Kindergartengruppen verteilt werden, um Menschenansammlungen an den Ausgabestellen zu vermeiden. Das gilt auch für Getränke. Nur wenn die Örtlichkeit die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zulässt, können in Ausnahmefällen Abschlussveranstaltungen im Freien stattfinden. Bei stark steigenden Infektionszahlen sind auch kurzfristige Absagen in einzelnen Kommunen möglich.

Die Maßnahmen wurden mit den Ordnungsbehörden der zehn Städteregions-Kommunen abgestimmt. Ziel ist es, das Infektionsgeschehen in der Städteregion Aachen auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten. Mit Blick drauf, dass insbesondere Großveranstaltungen mögliche Infektionsherde bergen und die Nachverfolgung aufgrund fehlender Kontaktdaten nicht möglich ist, tragen alle Veranstalter und auch die Teilnehmenden eine hohe Verantwortung. Die Krisenstäbe bitten im Sinne von Sankt Martin um ein solidarisches Miteinander und erinnern noch einmal an die A-H-A-Regeln, die immer zu beachten sind: Abstand–Hygiene–Alltagsmaske.

(red)