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Bürger reden mit: Situation der Fußgänger in Aachen verbessern

Bürger reden mit : Situation der Fußgänger in Aachen verbessern

Die Situation für Fußgänger in Aachen soll verbessert werden. In die Analyse und Planung sollen die Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen werden. Nächste Woche gibt es den ersten Workshop.

Die Stadt Aachen nimmt den Fußverkehr unter die Lupe: mit einem Fußverkehrs-Check. Der Check startet öffentlich mit einem rund zweistündigen Auftaktworkshop am Dienstag, 16. August , um 18 Uhr im SuperC der RWTH Aachen am Templergraben. Die Veranstaltung dauert bis 20 Uhr.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Situation des Fußverkehrs in Aachen gemeinsam mit einem Planungsbüro und Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, der Politik und der Verbände zu verbessern.

Wo können Menschen zu Fuß noch nicht so gut und sicher gehen? Wo fehlt Platz? Wo gibt es Bedarf, die Fahrbahn sicher zu queren? Wo fehlen Verweilangebote? Gibt es weitere individuelle Probleme und Bedürfnisse, die beim Zufußgehen berücksichtigt werden sollten?

Mit Hilfe solcher Fragen werden Defizite ermittelt und Lösungen in mehreren Schritten erarbeitet. Das Wissen der Aachenerinnen und Aachener ist also gefragt. Sie sollen beim Workshop ihre Bedürfnisse formulieren und von ihren Erfahrungen berichten. So gelingt es, die Belange des Fußverkehrs in Aachen zu stärken und dessen Rahmenbedingungen zu verbessern

Der Fußverkehrs-Check in Nordrhein-Westfalen wird seit dem Jahr 2019 vom Zukunftsnetz Mobilität NRW (www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de) jährlich an zwölf Mitgliedskommunen des Netzwerkes vergeben, die sich zuvor dafür beworben haben. In 2022 wurden Aachen, Billerbeck, Dormagen, Hövelhof, Ibbenbüren, Isselburg, Lage, Lohmar, Marienheide, Rommerskirchen, Sendenhorst und Sprockhövel ausgewählt.

Das Verfahren der Fußverkehrs-Checks gliedert sich in drei Teile. Im Auftakt-Workshop am 16. August wird der praktische Teil gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vorbereitet, indem thematische und räumliche Schwerpunkte des Fußverkehrs-Checks auf konkreten Routen festgelegt werden.

Im September werden diese Routen im Rahmen von zwei Begehungen vor Ort unter die Lupe genommen, erfasst und analysiert. In einem Abschluss-Workshop im Oktober werden die Ergebnisse der Begehungen zusammenfassend vorgestellt und erste Lösungsansätze sowie mögliche Maßnahmen entwickelt. Die Ergebnisse fließen in die zukünftigen Planungen der Stadt Aachen ein. In allen drei Phasen des Fußverkehrs-Checks wird die Stadt Aachen vom Fachbüro Planersocietät aus Dortmund unterstützt.

Das Instrument des Fußverkehrs-Checks unterstützt die Kommunen bei der Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene. Es hilft, Fußverkehr stärker in das Bewusstsein von Politik, Bürgerschaft und Verwaltung zu rücken und seinen Stellenwert als gleichberechtigte Form der Mobilität zu erhöhen und zu stärken. Das Ziel ist eine neue Kultur des Zufußgehens auf sicheren und attraktiven Fußwegen mit hoher Aufenthalts- und Lebensqualität. Denn Zufußgehen ist nachhaltig, gesund, umwelt- und klimaverträglich sowie sozial gerecht.

Die Kosten für die Betreuung der Stadt Aachen durch das Planungsbüro übernimmt das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Bei der Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen berät das Zukunftsnetz Mobilität NRW die Kommunen bei der Beschaffung möglicher Fördermittel.

(red)