Silvester: Ruhiger Jahreswechsel in Aachen

Silvesternacht : Die Einsatzzahlen gehen erneut zurück

Polizei und Feuerwehr ziehen eine zufriedene Silvesterbilanz. In Aachen waren die Einsatzzahlen rückläufig.

Der Trend hat sich fortgesetzt: Der Jahreswechsel wird in Stadt und Städteregion Aachen offenbar weniger ausschweifend gefeiert, als das noch vor Jahren üblich war. Diesen Schluss legen jedenfalls die Einsatzbilanzen von Polizei und Feuerwehr nahe. So musste die Aachener Polizei in der Silvesternacht mit 164 Einsätzen  weniger oft ausrücken als noch im Vorjahr. Damals hatten die Beamten zwischen 22 Uhr am 31. Dezember und 6 Uhr am Neujahrsmorgen insgesamt 188 Einsätze gezählt.

Zu den typischen Einsatzanlässen zählten in diesem Jahr allerdings wieder Körperverletzungen, Schlägereien, Randale und Streitigkeiten sowie Sachbeschädigungen. Von diesen Anlässen gab es nach Mitteilung der Polizei in Nacht von Montag auf Dienstag mit 54 vier weniger als im Vorjahr (58). Konkret bedeutet das: Es wurde in diesem Jahr insgesamt weniger gestritten, sich geschlagen und Randale veranstaltet (42 Mal; im Vorjahr: 52 Mal). Dafür stieg die Anzahl der Sachbeschädigungen von sechs auf zwölf.

Neun Personen in Gewahrsam

Insgesamt nahm die Polizei neun Personen in Gewahrsam; in den meisten Fällen zur Verhinderung weiterer Straftaten und zur Ausnüchterung. Bei den Einsätzen trafen die Beamten auf insgesamt 17 verletzte Personen; in den meisten Fällen durch Körperverletzungen.

Als beliebter Treffpunkt, das neue Jahr zu begrüßen, hat sich erneut die Turmstraße herausgestellt. Zahlreiche Schaulustige hatten sich gegen Mitternacht dort eingefunden, um das Feuerwerk über Aachen zu beobachten, aber auch um selbst Feuerwerk abzubrennen. Dabei wurde die Fahrbahn nach Polizeiangaben so stark verunreinigt, dass die Straße ab 1.30 Uhr in beiden Richtungen bis zur Reinigung für den Verkehr gesperrt werden musste, weil sie aufgrund der Böller- und Raketenreste sowie Glasflaschen nicht mehr befahrbar war.

Auch die Aachener Feuerwehr spricht von einer eher ruhigeren Silvesternacht. Zwar sei der Rettungsdienst gut beschäftigt gewesen, teilte die Leitstelle auf Nachfrage mit, zu Brandereignissen sei es aber im Stadtgebiet nicht gekommen. Gegen 1 Uhr wurde lediglich ein Zimmerbrand in der Monschauer Straße gemeldet. „Doch als die Kollegen dort eintrafen, hatte der Bewohner das Feuer bereits selbst mit Wasser aus dem Gartenschlauch gelöscht“, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Darüber hinaus hätten nur einige Mülltonnen gebrannt.

(hr)
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