Aachen: Sicherheit auf dem Markt lässt Penn beruhigt feiern

Aachen: Sicherheit auf dem Markt lässt Penn beruhigt feiern

Jürgen Brammertz zeigt gerne, was im vergangenen Jahr auf dem Markt los war. Auf den Bildern vom Fettdonnerstag, die der Kommandant der Stadtgarde Oecher Penn rausgesucht hat, sind Jecke zu sehen, die ausgelassen feiern — und zwar ganz schön viele. Damit so viele Menschen sicher feiern können, haben Penn und Stadtverwaltung seit sechs Jahren ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept auf die Beine gestellt.

Der Kern des Konzepts: Man kommt am Fettdonnerstag von allen Seiten auf den Markt, aber nicht ohne Kontrollen. Denn Schnaps und Glas sind dort verboten. „Es feiert sich wesentlich relaxter, wenn man weiß, dass alles in geordneten Bahnen läuft“, sagt Brammertz beim Gespräch im Media Store des Zeitungsverlags. Mit diesen Maßnahmen habe man „konsequent und unmittelbar“ reagiert und dafür gesorgt, dass man nun beruhigt auf dem Markt feiern kann, sagt OB Marcel Philipp.

Für die Sicherheit sorgen zwölf Mitarbeiter des Jugendamts, 20 Kräfte des Malteser Hilfsdiensts, 30 Leute von einem Sicherheitsdienst und bis zu 100 Polizisten. Und das zahle sich aus. Vor einigen Jahren mussten die Malteser noch rund 50 betrunkene Minderjährige und etliche Verletzte von Schlägereien versorgen, sagt Guido Müller, Leiter der Einsatzdienste des Hilfsdiensts. Im vergangenen Jahr habe es dagegen keinen einzigen volltrunkenen Jugendlichen auf dem Markt gegeben, sagt die Leiterin des städtischen Fachbereichs Kinder, Jugend, Schule, Elke Münich. Diese Entwicklung habe dazu geführt, dass Eltern wieder beruhigt sind, wenn Kinder und Jugendliche zum Feiern auf den Markt gehen. Polizist Robert Hintereker hofft, dass er und seine Kollegen am Fettdonnerstag nur Präsenz zeigen müssen. Doch manchmal geht es eben nicht ohne Polizei: „In vielen Fällen reicht die Ansprache. Und wenn nicht, ziehen wir die Leute aus dem Verkehr.“

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