Aachen: Serie von brutalen Raubüberfällen in Aachen

Aachen: Serie von brutalen Raubüberfällen in Aachen

Gleich mehrere Raubüberfällen sind am Wochenende in der Aachener Innenstadt verübt worden. Dabei gingen die Täter zum Teil äußerst brutal vor. Drei Opfer mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Vor einem Internetcafé in der Kurhausstraße bedrohten vier unbekannte Täter am Samstagmorgen gegen 3.10 Uhr einen Mann mit einem Messer. Sie verlangten die Herausgabe seines Handys. Weil der Bedrohte dieser Forderung nicht nachkam, schlug ein Täter ihm mit der Faust gegen den Kopf und zog anschließend dessen Handy aus der Hosentasche.

Anschließend flüchteten die vier Täter in Richtung Blondelstraße. Das Opfer verfolgte die Tätergruppe zunächst, verlor sie dann jedoch aus den Augen. Die Polizei sucht nach vier jugendlichen Tätern südländischer Herkunft, wie es im Polizeibericht heißt. Das Opfer beschrieb die Täter mit dunklen Haaren und dunkler Kleidung. Laut Polizei sollen sich die Täter während der Tat in arabisch klingender Sprache unterhalten haben. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg.

Gegen 7 Uhr überfielen dann drei unbekannte Täter einen 28-jährigen Mann im Bereich der Antoniusstraße und raubten sein Bargeld. Wie die Polizei mitteilt, hatten sie den Mann offenbar vorher um Geld für einen Döner angebettelt und dabei beobachtet, wo der 28-jährige sein Geld aufbewahrt. Der Geschädigte wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Er beschreibt die Täter als etwa 30 Jahre alte Personen, die 1,60 Meter, 1, 70 Meter und 1,80 Meter groß waren. Die Polizei spricht in diesem Zusammenhang von Tätern mit „vermutlich türkischer Herkunft“.

Gegen 7.35 Uhr überfielen vier Täter in der Straße Bädersteig eine männlichen Person. Nach Aussage des Geschädigten wurde er von der Personengruppe angegangen und verprügelt. Dabei entwendeten ihm die Täter etwa 400 Euro Bargeld. Der Geschädigte wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Mit brutaler Vorgehensweise gingen am Samstagabend ebenfalls zwei unbekannte Täter vor, die gegen 22 Uhr auf der Lütticher Straße einen 28-Jährigen zur Herausgabe seines Handys aufforderten. Dabei wurde der Mann ebenfalls mit Schlägen bedroht. Das Opfer blieb unverletzt.

Gegen 23.30 Uhr wurde zudem einem 15-Jährigen am Bushof sein Handy von einem unbekannten Täter aus der Hand gerissen. Das jugendliche Opfer verfolgte den Täter und versuchte ihn zu stellen. Dabei wurde er von einem Faustschlag getroffen, blieb aber glücklicherweise unverletzt. Der Täter konnte entkommen.

Am frühen Sonntagmorgen ist ein 23-jähriger Aachener in der Junkerstraße Opfer eines Überfalls geworden. Nach seinen Angaben wurde er gegen 4.20 Uhr von drei männlichen Personen von hinten festgehalten, gewürgt und geschlagen. Anschließend raubten die Täter seine Geldbörse und sein Handy und flüchteten. Das Opfer erlitt eine blutende Wunde über dem rechten Auge und am Kopf.

Ein vorbeikommender Passant kümmerte sich um ihn und verständigte die Polizei. Da der Geschädigte über akute Schwindelgefühle klagte, wurde er ins Krankenhaus transportiert. Wie das Opfer mitteilt, sollen sich die Täter in ausländischer Sprache unterhalten haben. Ein Täter soll etwa 1,90 Meter groß gewesen sein. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ohne Erfolg.

Nur wenig später überfielen zwei Täter gegen 6 Uhr eine männliche Person in der Wilhelmstraße und erbeuteten eine Geldbörse. Der Geschädigte beschreibt die geflüchteten Täter als dunkelhäutig.

Von gleich mehreren Tatverdächtigen wurde eine männliche Person am Sonntagmorgen gegen 6.05 Uhr in der Monheimsallee in der Nähe des Quellenhofs überfallen. Die Täter hatten das Opfer zunächst nach einer Zigarette gefragt, ihn dann zusammen geschlagen und sein Bargeld geraubt. Anschließend flüchteten sie.

Gegen 6.15 Uhr wurde ein 31-jähriger Mann im Bereich der Lothringer Straße von zwei Tätern attackiert. Handy und Geldbörse waren auch dabei das Ziel. Das Opfer wurde brutal auf den Boden geworfen, blieb aber glücklicherweise unverletzt. Die Polizei spricht von zwei dunkelhäutigen Tätern.

(red/pol)
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