Aachen: „September Special”: Vier Tage, vier Plätze, 30 Bands, tausende Fans

Aachen: „September Special”: Vier Tage, vier Plätze, 30 Bands, tausende Fans

Die Tage werden wieder kürzer - und mit ihnen die Wege, weil die Abende wieder länger werden. So schlicht kann man die Erfolgsformel auf den Punkt bringen, damit die Rechnung der Macher garantiert glatt aufgeht, sobald die Septembersonne untergeht.

Was ergibt vier mal vier geteilt durch 30? Erraten: Vier Plätze, vier Tage, 30 Kombos in der schönsten aller Altstädte. Merke also - von wegen mal wieder nur eins im Sinn: Das Pflaster zum „September Special” ist bereitet, meldeten die Organisatoren von Märkte- und Aktionskreis City und städtischem Kulturbetrieb am Donnerstag im fröhlichen Schulterschluss mit dem beeindruckenden „Ensemble” der Sponsoren, die den musikalischen Marathon einmal mehr zum Nulltarif für Abertausende servieren.

Vom 13. bis 16. September gehts rund - nicht nur auf dem Katschhof, versprechen MAC-Vorsitzender Wilhelm Schillings und MAC-Geschäftsführer Manfred Piana. Schon am heutigen Freitag rücken die ersten Lkw auf den Katschhof vor, damit das gigantische Riesenrad zwischen Dom und Rathaus pünktlich zum Start eines fantastischen Festängs über der Baustelle des Centre Charlemagne rotiert - Öcher Herz, was willst du mehr? Denn schöner kann sich der Horizont zwischen lokalen Helden und international erfolgreichen Stars, zwischen Blues und Salsa, Rock und Chanson, Tango und Soul kaum öffnen, oder?

Als „Kultur für Flaneure” durfte Bürgermeisterin Dr. Margrethe Schmeer das spätsommerliche Happening am Donnerstag gleichwohl bezeichnen. Denn neben Augen und Ohren ist strapazierfähiges Schuhwerk gefragt bei allen, die ihren ganz persönlichen Stilmix in Sachen Starstafetten suchen und finden möchten.

Weltklasse-Interpreten aus Kanada, Großbritannien und Moldawien eröffnen neue Musikwelten auf dem Markt, auf dem Katschhof geben sich die Funk- und Soul-Größen ein Stelldichein. Waschechter Rock im Stil der Sechziger, Ska- und A-Cappella-Hits sind auf dem Münsterplatz angesagt. Im - erstmals komplett per Spanntuch überdachten - Hof gibts eine bunte Auswahl der besten Bands aus der Region.

Und natürlich werden auch die Plattfreunde wieder „mönkchensmoeß” bedient: „Am Freitag bringen wir auf dem Münsterplatz Öcher für Öcher auf die Bühne”, verspricht Manfred Savelsberg, der die rasante Revue einmal mehr mit Filius Jan moderiert. Von Josef, Jupp und Jüppchen über Jupp Ebert bis zu den Öcher Nölde reicht die mund(art)gerechte Mixtur aus Musik, Kabarett und Ameröllche - allein an diesem Abend tummeln sich nicht weniger als 30 Gäste auf den Brettern am Dom. Eine flotte Sohle können die Septemberfreunde also nicht nur zum Abschluss mit „Tango Fuego” aufs Hofpflaster legen.

Apropos flott: Zwecks Schonung der Schuhsohlen zumindest jenseits des Talkessels haben die Organisatoren diesmal ein spezielles Bonbon in punkto stressfreie Anreise parat: Denn auch die altgediente Zauberformel „Park & Ride” soll wieder zu Ehren kommen. Die geht so: Wer sein Blech am Tivoli beziehungsweise am Westfriedhof abstellt, kann sich mit bis zu fünf Personen für schlappe fünf Euro (inklusive Stellplatzgebühr, wohlgemerkt) per Aseag in die City kutschieren lassen. Von 10 bis 18 Uhr, am Samstag sogar bis 1 Uhr früh, sind die roten Riesen im Viertelstundentakt unterwegs - von wegen kurze Wege an langen Abenden...

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