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Betrugsmasche: Seniorin muss Gutgläubigkeit teuer bezahlen

Betrugsmasche : Seniorin muss Gutgläubigkeit teuer bezahlen

Eine Seniorin aus Aachen ist Opfer von Telefonbetrügern geworden. Der finanzielle Schaden ist groß.

Die Masche ist immer die gleiche: Unbekannte melden sich bei älteren Menschen am Telefon, geben sich als Bekannte aus, oder als Verwandte. Oder wie in diesem Fall als Menschen, die ein interessantes Angebot unterbreiten können.

Im aktuellen Fall der Seniorin aus Aachen ging es um einen vermeintlichen Immobilienkauf. Die Täterin am Hörer gab sich als Schwester des Opfers aus und gab vor, Geld für den Notar zu benötigen. Eine Komplizin, die sich als Sekretärin des Juristen ausgab, nahm wenig später mehrere Tausend Euro Bargeld vom Opfer entgegen. Von beiden fehlt jede Spur. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Betrügereien am Telefon beschäftigen die Polizei mittlerweile nahezu täglich. Mal sind es die falschen Enkel, die dringend Bargeld benötigen. Mal sind es falsche Polizisten, die den wertvollen Schmuck in Verwahrung nehmen wollen, da es angebliche Hinweise auf einen bevorstehenden Diebstahl gibt.

Die Schadenssummen sind enorm. 2021 lag der Schaden bei offiziell knapp zwei Millionen Euro. Er dürfte aber weit höher sein, denn die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die Ermittler appellieren daran, ältere Menschen im Verwandten- und Bekanntenkreis über diese Maschen aufzuklären. Ausführliche Erklärungen zu den Betrugsmaschen sowie Tipps und Hinweise zum eigenen Verhalten findet man unter https://www.polizei-beratung.de/fileadmin/Medien/228-BR-Im-Alter-sicher-leben.pdf.

(red)