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Gegen Armut in Aachen: Seit zehn Jahren helfen sie Bedürftigen

Gegen Armut in Aachen : Seit zehn Jahren helfen sie Bedürftigen

Die St. Alexius-Stube der Aachener Alexianer in der Mörgensstraße ist Suppenküche und Anlaufstelle für bedürftige Menschen. Sie erhalten hier in der Regel von montags bis freitags eine kostenlose Mahlzeit. Eigentlich hätte die Stube in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Denn am 13. April 2010 öffnete die St. Alexius-Stube zum ersten Mal ihre Türen. In der Corona-Krise aber war an eine Jubiläumsfeier bislang nicht zu denken, erklären die Alexianer in einer Pressemitteilung. Wichtiger sei es, die Versorgung ihrer Gäste auch in der Krise sicherzustellen. Deshalb arbeite der Mittagstisch für hilfsbedürftige Menschen in Aachen, nachdem er im März-Lockdown zunächst ganz schließen musste, schon seit April „to go“ und gibt, selbstverständlich unter Einhaltung aller behördlichen Vorgaben, an seine Gäste kostenlos Lunchbeutel und ein Getränk aus. Gestartet wurde die St. Alexius-Stube vor zehn Jahren durch die Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder. Diese finanzieren das Angebot heute noch maßgeblich, über Spenden freut man sich jedoch auch.

In den Herbst- und Wintermonaten erweitert die Stube ihr Angebot noch einmal. „Montags, mittwochs und freitags gibt es Lunchbeutel“, berichtet Klaus Kaiser, der das Angebot gemeinsam mit Manina Ismaeli organisiert, „zusätzlich geben wir in der kalten Jahreszeit dienstags und donnerstags eine warme Suppe oder einen warmen Eintopf aus.“ Kaiser sagt: „Viele der Gäste haben sonst keine Möglichkeit, eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Es ist uns wichtig, hier im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.“ Derzeit nehmen täglich rund 40 Menschen das Angebot der St. Alexius-Stube wahr. „Armut ist leider auch in Aachen keine Seltenheit. Erschreckend viele Menschen sind auf Hilfsangebote angewiesen. Wir sind sehr froh, dass wir einen Weg gefunden haben, unser Angebot gerade in der Krise fortzuführen“, betont Klaus Kaiser.

(red)