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Starting Grants: Sechs Millionen Euro für Forschernachwuchs in Jülich und Aachen

Starting Grants : Sechs Millionen Euro für Forschernachwuchs in Jülich und Aachen

Vier Starting Grants des Europäischen Forschungsrates gehen in die Region. Damit werden interessante Projekte von jungen Forschern und Forscherinnen an der RWTH Aachen und dem FZ Jülich gefördert.

Zwei Nachwuchsforscher und zwei Nachwuchsforscherinnen von der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich erhalten eine der prestigeträchtigsten Förderungen in Europa, den durch den Europäische Forschungsrat vergebenen Starting Grant: Ioana Slabu, Christian Haase (beide RWTH), Heidi Heinrichs und Georgios Gkatzelis (beide FZ). Mit dem Physiker Ben Page, derzeit am CERN, wird darüber hinaus ein weiterer Wissenschaftler nach Aachen kommen, um dort mit einem Starting Grant zu forschen. Das teilten die beiden Forschungseinrichtungen mit. Die Forschungen im Einzelnen:

Ioana Slabu beschäftigt sich mit biologisch abbaubaren Implantaten, die Wirkstoffe nach Plan am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und in der richtigen Dosis freisetzen. Slabu möchte für Implantate mit magnetischen Nanopartikeln die noch fehlende Technologie entwickeln, die eine Bildgebung der alternden Implantate erlaubt und die aktive Freisetzung der Wirkstoffe durch magnetische Anregung.

Georgios Gkatzelis fragt, welche Rolle Emissionen aus Haushaltschemikalien, Kosmetikartikeln und Farben bei der Belastung der Luft mit Schadstoffen – gerade in Städten – spielen. Hintergrund: Aerosolpartikel in der Luft stellen eine der größten Gefährdungen der menschlichen Gesundheit dar.

 Dr. Georgios Gkatzelis vom FZ Jülich erforscht Schadstoffe in der Luft aus Haushaltschemikalien oder Kosmetik.
Dr. Georgios Gkatzelis vom FZ Jülich erforscht Schadstoffe in der Luft aus Haushaltschemikalien oder Kosmetik. Foto: Forschungszentrum Jülich/Ralf-Uwe Limbach

Christian Haase will erforschen, wie chemische und strukturelle Verschiedenartigkeiten in metallischen Werkstoffen entstehen, interagieren und zum Werkstoffdesign genutzt werden können. Bestandteil des Projekts sind der 3D-Druck und Methoden des Maschinellen Lernens.

Heidi Heinrichs will Materialengpässe in der Energiewende identifizieren und Wege finden, diese zu umgehen. Dafür kombiniert sie Methoden der Material- und Energiesystemanalyse.

 Dr. Heidi Heinrichs vom FZ Jülich will Strategien zur Vermeidung von Materialengpässen bei der Energiewende entwickeln.
Dr. Heidi Heinrichs vom FZ Jülich will Strategien zur Vermeidung von Materialengpässen bei der Energiewende entwickeln. Foto: Forschungszentrum Jülich/Ralf-Uwe Limbach

Jeder Starting Grant ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert. Mit ihm fördert der Europäische Forschungsrat herausragende Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase für innovative Vorhaben in der Grundlagenforschung. Die Anträge werden ausschließlich nach dem Kriterium der wissenschaftlichen Exzellenz beurteilt. Sie dürfen maximal sieben Jahre nach Abschluss der Promotion eingereicht werden. Die Förderung läuft über fünf Jahre. In dieser Zeit haben die Geförderten die Möglichkeit, eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen.

(cs)