Schwestern der heiligen Elisabeth in Aachen

Gaststube „Plönns Jaastes“ wiedereröffnet : Ein Stück Geborgenheit für die Ärmsten

Einen Ort der Geborgenheit und Heimat wollen die Schwestern der heiligen Elisabeth Menschen in Not bieten: Seit 1937 sind sie am Preusweg beheimatet, und dort haben sie ihren Gastraum für bedürftige Menschen renoviert.

Gemeinsam mit Pfarrer Matthias Cremer und Gästen feierten sie nun die Wiedereröffnung und stellten die Räume vor: „Plönns Jaastes“ ist der neue Name des kleinen Gastraumes, der ein Refugium für bedürftige Menschen sein soll. Rund 20 bis 30 Gäste kommen erfahrungsgemäß pro Tag, um hier ein warmes Mittagsessen einzunehmen. Darunter sind laut Schwester Johanna Obdachlose, aber auch Menschen, die neben der warmen Mahlzeit vor allem auch die Gesellschaft schätzen.

Schon zu Zeiten der Ordensgründung im Jahr 1622 haben die Elisabethschwestern Mahlzeiten an Bedürftige ausgegeben. Jetzt geben sie diesem Akt der Barmherzigkeit mit dem frisch renovierten „Plönns Jaastes“ einen besonders ansprechenden Rahmen. Der bedeutungsvolle Name steht für „Apollonias Gasthaus“, und erinnert an Apollonia Radermacher, Gründerin der Elisabethschwestern, die sich seit ihren Anfängen um die Pflege und Verpflegung der Armen kümmerten. Und noch heute ist es laut Schwester Johanna das Ansinnen der Schwerstern, in die Welt zu gehen, um zu helfen, wo Hilfe vonnöten ist.

Das Angebot am Preusweg jedenfalls findet rege Nachfrage, und das, obwohl der Preusweg ja ein wenig abseits liege, wie Schwester Johanna meint. 20 Schwestern stehen bereit, um die Besucher zu unterstützen. Die Gäste finden hier laut Schwester Johanna neben „Ruhe und Annahme“ sanitäre Anlagen mit Dusche und die Möglichkeit, ihre Wäsche zu waschen.

Nach einem feierlichen Gottesdienst weihte Pfarrer Cremer die Gaststube ein, und bei der anschließenden kleinen Feier bot sich Gelegenheit zum Austausch.

„Die Menschen froh zu machen und die Freundlichkeit Gottes zu vermitteln“ sind die Aufgaben, denen laut Pfarrer Cremer an diesem Ort eine ganz besondere Bedeutung zu kommen.