Aachen: Schwertbad: Krefelder Reha-Spezialist will einsteigen

Aachen : Schwertbad: Krefelder Reha-Spezialist will einsteigen

Seit Jahren kämpfen die Mitarbeiter des Schwertbades um gerechte Löhne und bangen gleichzeitig um ihre Arbeitsplätze. Warnstreiks der Belegschaft, Schließungsdrohungen und ultimative Lohnverzichtforderungen des Arbeitgebers wechselten sich in unschöner Regelmäßigkeit ab, doch jetzt ist eine Lösung in Sicht — und vieles deutet darauf hin, dass das Haus mit seinen rund 270 Mitarbeitern den Besitzer wechselt.

In den Startlöchern steht die Krefelder Inoges AG, deren Kerngeschäft nach eigenem Bekunden „im Aufbau und in der Ausrichtung von modernen Rehabilitationseinrichtungen“ liegt und die aktuell bundesweit an Standorten in NRW, Baden-Würtemberg und Bayern mehr als 1050 Mitarbeiter beschäftigt.

Vorgestellt wird die Inoges AG der Belegschaft des Schwertbades, in dem die beiden früheren Burtscheider Kurbäder Rheumaklinik und Schwertbad zusammengelegt worden sind, am kommenden Donnerstag auf einer Mitarbeiterversammlung — und zwar als „Kooperationspartner“. Darüber wurden die Beschäftigten Donnerstag vom Arbeitgeber per Flugblatt und Aushang informiert. Vorstellen wird sich dabei auch Wolfgang K. Hoever, der Vorstandsvorsitzende der Inoges AG. Es wird damit gerechnet, dass er ein Konzept präsentieren wird, wie es mit dem traditionsreichen Haus weitergehen soll.

Nach AZ-Informationen soll geplant sein, dass der Krefelder Reha-Spezialist das Schwertbad vom jetzigen Besitzer, der rheinland-pfälzischen Marienhaus-Gruppe, übernimmt und eine neue Reha-Klinik an einem anderen Standort in Burtscheid baut. Heribert Frieling, Sprecher der Marienhaus-Gruppe, mochte das am Donnerstag nicht kommentieren. „Wir wollen zuerst die Mitarbeiter informieren.“

Inoges-Sprecher Joachim Schröder bestätigte auf Anfrage, dass man sich mit der Marienhaus-Gruppe in Gesprächen befinde und erklärte auf die Frage nach einem möglichen Kauf des Schwertbades: „Wir können uns vieles vorstellen.“ Bislang sei aber „alles noch nicht spruchreif“. Am kommenden Donnerstag im Schwertbad dürfte das anders sein — und womöglich endet dann für die Mitarbeiter des Hauses eine jahrelange Zeit der Ungewissheit.

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