Chorbiennale Aachen: Schwedische Klänge in der Citykirche

Chorbiennale Aachen : Schwedische Klänge in der Citykirche

Lachen, Singen, Schunkeln – all das gab es am Samstag in der Citykirche St. Nikolaus zu hören und zu sehen. 600 Grundschüler des Jekiss-Projektes „Jedem Kind seine Stimme“ haben im Rahmen der Chorbiennale die Kirche mit ihren Stimmen erfüllt – eine „Schlechtwetter-Variante“ zum Katschhof, die der Stimmung keinen Abbruch tat.

Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn war die Kirche gut mit Zuschauern aller Generationen gefüllt. Ins Leben gerufen wurde das Jekiss-Projekt im Jahr 2012 von der Musikschule Aachen. Seitdem wurden Kinder an mehr als 25 Grundschulen musikalisch begeistert. „Durch das Projekt sind viele Kinder ans Singen gekommen“, freute sich Harald Nickoll, Leiter der Musikschule. Und nicht nur sie. Auch die Lehrer wurden musikalisch fortgebildet. „Wir haben die Stadt ins Singen versetzt“, sagte Nickoll stolz. Bei der internationalen Chorbiennale war das Projekt zum vierten Mal dabei. „Wir hoffen aber, dass wir das Projekt auch weiterhin integrieren können“, wünscht sich Nickoll für die Zukunft.

Das diesjährige Motto der Chorbiennale, „Nordklang“, wurde von den Jekiss-Chören von zwölf Aachener Grundschulen wörtlich genommen: So sangen die Kinder einige Strophen auf schwedisch. Die Freude an der Musik konnte man ihnen ansehen – eine Freude, die ansteckte und immer mehr Zuschauer zum Mitschunkeln und Mitsingen versetzte. Nach jedem einzelnen Lied wurden die jungen Sängerinnen und Sänger mit großem Applaus belohnt. Sogar zwei Soli waren zu hören, gesungen von den beiden Mädchen Nora und Paula.

Im zweiten Teil des Konzertes haben die Aachener A-cappella-Gruppe „einKlang“ und der Popchor der Musikschule unter der Leitung von Tanja Raich dem Publikum eingeheizt. Die als Schlechtwetteralternative dienende Kirche hat den Klängen der Sängerinnen und Sänger nichts abgetan – ganz im Gegenteil. Die A-cappella-Gruppe war mit zehn Sängern zwar deutlich kleiner aufgestellt als der große Kinderchor, schaffte es aber dennoch, die gesamte Kirche zu erfüllen. Der Popchor der Musikschule war dann wieder deutlich umfangreicher und wurde von einem Beatboxer und einem Klavier begleitet. Mit Schnipsen, Klatschen, Klopfen und Händereiben gelang es dem Chor, eine mitreißende Atmosphäre zu erschaffen.

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