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Aachener Verein Mine ReWIR: Schulterschluss für die Zeit nach der Kohle

Aachener Verein Mine ReWIR : Schulterschluss für die Zeit nach der Kohle

Zulieferer und Dienstleister des Rheinischen Reviers haben sich im Verein Mine ReWIR zusammengeschlossen, um Kohleausstieg vorzubereiten.

„Die Kohle geht – die Kompetenzen bleiben“: Unter diesem Motto fand jetzt die Gründungsversammlung für den Verein Mine ReWIR in Aachen statt. Mine ReWIR ist ein gemeinnütziger Verein für und von Unternehmen im Rheinischen Revier, die dem Strukturwandel direkt ausgesetzt sind.

Bereits 2020, so erläutert der Verein in in einer Pressemitteilung, sei das Bündnis Mine ReWIR als erste Initiative für direkt betroffene Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen der rheinischen Braunkohlenindustrie gestartet. „Binnen weniger Monate schlossen sich unter Federführung zweier RWTH-Einheiten, dem Institute for Advanced Mining Technologies und dem Human Technology Center, mehr als 50 regionale Unternehmen und Multiplikatoren, darunter Wirtschaftsförderungen, Handelskammern und Regionalagenturen dem Bündnis an, um gemeinsam Zukunftswege für diese direkt betroffenen Unternehmen zu entwerfen“, heißt es weiter.

Im Kern gehe es darum, die Kompetenzen der Unternehmen durch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und (mittelständischen) Unternehmen so weiterzuentwickeln, dass die Unternehmen in der Region eine Zukunftsperspektive haben.

„Gemeinsam mit RWE Power haben wir über 350 direkt betroffene Unternehmen identifiziert, die einen signifikanten Umsatz mit der regionalen Braunkohlegewinnung und -verstromung generieren, und für diese Unternehmen gilt es, Lösungen zu finden“ wird Professorin Elisabeth Clausen, Initiatorin des Bündnisses und Leiterin des Institute for Advanced Mining Technologies der RWTH Aachen, zitiert. „Diese Lösungen müssen maßgeschneidert sein und im Dialog mit den Unternehmen erarbeitet werden, die sehr heterogen mit vielfältigen Kompetenzprofilen und überwiegend mittelständisch geprägt sind“, so Clausen.

Nun soll ein gemeinnütziger Verein die Initiative und Aktivitäten fortführen. „Zukunft kann nur gemeinsam gestaltet werden, und das wollen wir im Mine ReWIR e.V. ganz konkret anpacken“, sagt Meike Jungbluth, Geschäftsführerin der Roskopf Unternehmensgruppe aus Aachen und frisch gewählte Vorstandsvorsitzende des Vereins.

„Wir wollen den Unternehmen eine Plattform bieten und konkrete Möglichkeiten zur Vernetzung und zum strukturierten Austausch, aber auch Räume und Werkstätten für das Entwickeln und Testen neuer Lösungen. Und wir hoffen, dass durch die Arbeit des Vereins die Anliegen der direkt betroffenen Unternehmen zukünftig mehr Sichtbarkeit in der Region bekommen.“

Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören neben dem Institute for Advanced Mining Technologies und dem Human Technology Center der RWTH Aachen, die RWE Power, die Roskopf Unternehmensgruppe, Hecker & Krosch, 3WIN Maschinenbau, Actemium Fördertechnik Rheinland, die Nivelsteiner Sandwerke und Sandsteinbrüche, die IHK Aachen, die Agit und der TÜV Nord Bildung.

(red)