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Flüchtlinge aus der Ukraine: Schulsozialarbeiter fordern mehr Personal für die Integration von Geflüchteten

Flüchtlinge aus der Ukraine : Schulsozialarbeiter fordern mehr Personal für die Integration von Geflüchteten

Wenn Grundschulkinder im Unterricht plötzlich in Panik geraten oder in Tränen ausbrechen, dann kann es daran liegen, dass sie in ihrer Heimat in der Ukraine Schlimmes erlebt haben. Schulsozialarbeiter in Aachen fordern deshalb mehr Unterstützung.

Im laufenden Schuljahr hat das Kommunale Integrationszentrum knapp 800 Kinder und Jugendliche aus dem Ausland an Aachener Schulen vermittelt. Weit über die Hälfte von ihnen, mehr als 500, kamen aus der Ukraine.

Wie sehr die Kriegsgräuel in ihrer Heimat und die Erlebnisse auf der Flucht die jungen Menschen prägen, tritt erst nach und nach im Alltag zutage. Lehrerinnen und Lehrer berichten, dass Grundschulkinder sich unter dem Tisch verkriechen, wenn ein lautes Geräusch sie erschreckt. Andere wagen sich nicht in den Schulgarten, denn zu Hause in der Ukraine war der Aufenthalt im Freien mitunter lebensgefährlich.

Schulsozialarbeiter aus Aachen beklagen, dass die Schulen in ihrem Bemühen, geflüchtete Kinder willkommen zu heißen und zu unterstützen, alleingelassen werden, und fordern mehr Personal. Auf der Strecke blieben häufig Angebote der Schulsozialarbeit, die es früher gab und allen Kindern zugutekamen, zum Beispiel Gruppenanangebote.

(red)