Aachen: Schulleben als buntes Wandbild

Aachen: Schulleben als buntes Wandbild

Wenn man den Schulhof der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Burtscheid betritt, fällt es direkt ins Auge: das bunte Mosaikwandbild unter dem Motto „Schulleben: Stein für Stein”. Derzeit tummeln sich dort noch fleißige Helfer, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen, um an der Vollendung des Bildes unter Anleitung der Aachener Künstlerin Kerstin Nützmann mitzuwirken.

Die Initiatorinnen des Projekts waren zwei Lehrerinnen der GHS Burtscheid, Monika Lemaitre und Erika Molatta, angeregt durch eine ähnliche Aktion im Kennedypark im vorigen Sommer.

Die Initiative findet bis zum 17. September in Kooperation mit dem „Netzwerk Eigenarbeit” statt, von dem, vor allem durch Agnes Zilligen, organisatorische Unterstützung geleistet wurde. Außerdem steht das Projekt unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Müllejans, Schulrat und ehemaliger Schulleiter einer Hauptschule. Dieser war „spontan begeistert” von den Plänen der Lehrerinnen. Es sei ein guter Weg, mit der Nachbarschaft in einen positiven Kontakt zu kommen und das Verhältnis zu dieser zu verbessern, erklärt Wolfgang Müllejans. Dies ist in besonderem Maße der Fall, da ein zentraler Gedanke des Konzeptes ist, dass jeder mitmachen kann; egal, ob er eine besondere Beziehung zu der Schule oder lediglich Freude an kreativer Arbeit hat.

So fanden sich zahlreiche Sponsoren unter den kleineren Unternehmen in Burtscheid. Auch die Sparkasse und die „Bürgerstiftung Lebensraum Aachen” leisteten ihren Beitrag.

Neben dem positiven Effekt, dass der Schulhof einen echten Blickfang bekommt, betonen die Beteiligten, dass sich Lehrer und Schüler untereinander, aber auch Außenstehende die Schule mal auf eine andere Art kennenlernen.

Auch für die Schüler ist es etwas Besonderes, dass sie dem Schulhof durch ihre frei gewählten Motive eine ganz eigene Note verleihen können. Künstlerin Kerstin Nützmann hebt hervor, es sei eine besonders schöne und wichtige Erfahrung für die Kinder und Jugendlichen, dass sie sich mit diesem Werk identifizieren können, da sie in Zukunft immer wieder erkennen werden, welcher Teil des Mosaiks ihren Ideen entsprungen ist. Deswegen beteiligen sich nicht nur Schülerinnen wie die Zehntklässlerin Masuda, die sichtlich Freude an dem Projekt hat und ankündigt, auch in den nächsten Tagen nach der Schule weiter mitzugestalten, sondern auch ehemalige Schüler wie Abdullah, der gerade beginnt, seine Skizze von einem Bleistift und einem Radiergummi mit Mosaiksteinen auszuarbeiten.