Aachen: Schule am Kronenberg kämpft weiter um ihren Erhalt

Aachen: Schule am Kronenberg kämpft weiter um ihren Erhalt

Ein offenes Gespräch sollte klären, ob die Türen bald geschlossen werden. Am Montag hatte Helga Pennartz, Leiterin der Reformpädagogischen Sekundarschule (ehemals Hauptschule) Kronenberg noch einmal die Chance, bei den Fraktionschefs von CDU, Grünen und SPD für ihre Schule zu werben.

Die steht auf einer Art Streichliste des schwarz-grün-roten Schulbündnissen. Nachdem sich die Fraktionen für die David-Hansemann-Realschule und damit gegen den Kronenberg als vierten Gesamtschulstandort ausgesprochen hatten, soll die Kronenberg-Schule nun schon zum neuen Schuljahr keine neuen Fünftklässler mehr aufnehmen. Das soll der Rat im Dezember ebenso wie das Ende für die Klaus-Hemmerle-Schule und die Hauptschule Eilendorf beschließen.

Die Gesamtschulfrage ist beantwortet

Helga Pennartz nutzte die Gelegenheit, noch einmal das Konzept der Sekundarschule aufzuzeigen, nachdem ihr deutlich gemacht wurde, dass die Gesamtschulefrage beantwortet ist. „Es wollen hier keine falsche Hoffnung wecken. Ich sehe nicht, was sich an dieser Entscheidung noch ändern soll”, erklärte SPD-Fraktionschef Heiner Höfken.

Der Schulausschuss hatte ein entsprechendes Urteil für die Sandkaulstraße bereits ausgesprochen. „Die Grundsatzbeschlüsse sind gefasst. Alles ist auf dem Weg”, sagte CDU-Fraktionschef Harald Baal gegenüber der AZ.

„Auch wenn der Beschluss wohl nicht mehr revidiert wird, war es schön, dass man sich die Zeit für unsere Schule genommen hat”, sagte Schulleiterin Pennartz auf Nachfrage. Sie will nun mit ihrem Kollegium, den Schüler und den Eltern um den Erhalt der Sekundarschule kämpfen. Die Erfolgsaussichten freilich sind schwer zu beziffern. „Es ist definiert, wo die Reise hingehen soll”, sagte CDU-Fraktionschef Harald Baal und diese Position wird auch von den Aachener Grünen vertreten. SPD-Mann Höfken erklärte: „Ich habe zugesichert, dass ich das Thema in der Fraktion noch einmal ansprechen werde und wir dann mal weiter schauen.”

Dazu Helga Pennartz: „Wir wünschen uns die Weitsicht, der Reformpädagogischen Sekundarschule noch Zeit zu geben.”

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